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 Warum ist Fernwärme so teuer?
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 12:00    Warum ist Fernwärme so teuer? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

heute hat mir jemand berichtet, dass es Hauseigentümer in Braunschweig gibt, die ihre vermieteten Wohnungen Jahre lang mit Fernwärme versorgt haben. Da eine Wiedervermietung durch die hohen Kosten der Fernwärme sehr schwierig gewesen wäre, wurden die Wohnungen wieder auf Gasetagenheizung umgestellt. Also genau entgegengesetzt zum geplanten Fernwärmezwang.

Auf den Seiten von BS/Energy stehen folgende Preise (Annahme 10000kWh/Jahr):

Gas:
Grundpreis: 77,25 Euro/Jahr
Arbeitspreis: 0,0679 Euro/kWh
10000kWh/Jahr: 756,25 Euro

Fernwärme:
Grundpreis: 102,94 Euro/Jahr
Arbeitspreis: 0,08074 Euro/kWh
10000kWh/Jahr: 910,34 Euro


Diese Musterrechnung zeigt, dass Fernwärme über 20% teurer ist als Gas.

Warum ist das so? Fernwärme ist doch nur ein Abfallprodukt der Stromerzeugung. Da auch der Strom bei BS/Energy im Vergleich zu anderen Anbietern, die nicht von einer Kraft-Wärme-Kopplung profitieren, nicht billiger ist, sollte der Strompreis die Erzeugungskosten decken. Der Fernwärmepreis abzüglich der Verteilungskosten sollte doch deutlich billiger sein als der Gaspreis.

...

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Peter

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BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 14:53    Zugriffe ermöglicht Antworten mit ZitatNach oben

Die Beobachtung ist leider richtig.

bs-energy hat in den zurückliegenden drei Jahren bei den Fernwärme-Erhöhungen um 49% zugeschlagen (stärker noch als beim Gas), dabei aber noch nicht einmal ausgeschöpft, was gemäß Preisgleitklausel hätte genommen werden können (siehe Ausarbeitung dazu nach einem Gespräch zwischen bs-energy und BIBS-Fraktion http://www.bibs-fraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF/Bericht_Nutzungszwang_Fernwaerme.pdf )

Wahrscheinliche Überlegung von bs-energy dürfte gewesen sein, die Abzocke nicht noch eklatanter sichtbar zu machen.
Nach geplanter Durchsetzung des Anschluss-Zwangs wird natürlich auch die Preisgleitklausel zur vollen Anwendung kommen. Dadurch sichert sich bs-energy dann Preissteigerungen gemäß der dort vorgesehenen weitgehenden Anlehnung des Fernwärmepreises an den Ölpreis !

An diesem Beispiel sieht man schon das Zusammenspiel von externen Konzernen - hier Veolia - mit unserem Oberbürgermeister. Der ist nämlich nach Aktienrecht dem Mehrheits-Aktionär Veolia verpflichtet ... und kommt dem gegen die Bürger mit dem vorgeschlagenen Anschluss-Zwang nach...

Ähnliches Beispiel ist die Abzocke der Stadt durch ECE bzw. Credite Suisse, wo des Oberbürgermeister´s Rolle auch darin bestand, städtisches Vermögen und städtische Interessen an auswärtige Bank bzw. Handelskette wegzugeben. Weiteres Beispiel wäre die Stadtentwässerung, wo Veolia die private Nutzbarkeit unserer Kanäle im Privatisierungsvertrag zugestanden wurde.

Was der Oberbürgermeister von solcher Enteignungspolitik gegen die eigene Stadt hat ? Darüber mag sich jeder seine eigenen Gedanken machen ...

Die Stadt hat jedenfalls durch solcherart Politik 85% ihres Reinvermögens in den letzten 6 (Hoffmann)-Jahren eingebüßt. Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger direkt im Visier von Veolia u.a.
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 15:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Vielen Dank an Peter, für die Antwort!

Der Hinweis auf die Preisgleitklausel und 49%ige Preiserhöhung ist gut, aber den Rest Deiner Antwort könntest Du wegen der häufigen Wiederholungen fast schon in Deine Signatur packen.

Mal angenommen, BS/Energy würde den in seinen Kraftwerken (bestehende und geplante) erzeugten Strom gut zu marktüblichen Preisen verkaufen und die Prozessabwärme als Abfallprodukt betrachten und zum Selbstkostenpreis abgeben (Kosten für Leitungen, Wartung usw. natürlich eingerechnet).
Wieviel würden dann 10000 kWh Fernwärme/Jahr kosten?

...

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Peter

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BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 15:40    geschäftsgeheimnis Antworten mit ZitatNach oben

Wer soll das bitte schön ausrechnen: Geschäftsgeheimnis.

Nur indirekt kann man Rückschlüsse ziehen.
Veolia hat sich aus dem 74,9%-Anteil an der ehemals 100%-igen Stadtwerke-Tochter in 2006 31 Mio.€ als Gewinn überwiesen. Weiterhin ist bs-energy aufgrund der super-Kostenstruktur und den Zusatzeinnahmen aus der Fernwärme in der Lage, bundesweit (Hamburg, Kassel) preisgünstige Angebote zur Stromlieferung anzubieten.

Das geht natürlich für so einen Stromanbieter umso besser, wenn einen zu Hause die Stadt und die Wärmekunden so verwöhnen ...
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Stadtmensch

Welfe




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BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 17:52    Re: Warum ist Fernwärme so teuer? Antworten mit ZitatNach oben

« tripledot » hat folgendes geschrieben:
Diese Musterrechnung zeigt, dass Fernwärme über 20% teurer ist als Gas


Um einen aussagefähigen Vergleich zu bekommen, sollte man unbedingt die Vollkosten betrachten. Hier fallen mir spontan noch folgende Kostenarten ein: Anschaffungskosten Gastherme und Fernwärmeübergabestation, Wartungs- / Reparaturkosten Gas- und Fernwärmeanlage, Heizkostenberechnung durch Gaszähler oder Heizkostenverteiler oder beides, Vorteil keine große Gastherme in der Wohnung hängen zu haben, Zuverlässigkeit beider Heizarten, ...

Kannst Du diese Kosten bitte in Deinen Vergleich mit einbeziehen? Ich kann diese Kosten leider nicht beisteuern.

Stadtmensch (schon mit Fernwärmeanschluss)
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 11.01.2008, 22:08    Re: Warum ist Fernwärme so teuer? Antworten mit ZitatNach oben

« Stadtmensch » hat folgendes geschrieben:
Anschaffungskosten Gastherme und Fernwärmeübergabestation, Wartungs- / Reparaturkosten Gas- und Fernwärmeanlage, Heizkostenberechnung durch Gaszähler oder Heizkostenverteiler...

Kannst Du diese Kosten bitte in Deinen Vergleich mit einbeziehen?


Wenn man jetzt vor der Entscheidung steht und freie Wahl hätte (Rohbau), wäre es natürlich interessant auch noch Anschaffungs- und Wartungskosten zu ermitteln.

Wenn man aber eine Eigentumswohnung mit Therme im Zwangsanschlussgebiet hat und das Gerät nicht sonderlich alt ist und die Fliesen im dem Bad, wo das Gerät hängt auch nicht, dann ist die Entscheidung klar.

Gastherme wegschmeißen, noch nicht am Ende der Lebensdauer, auch die Herstellung der Therme hat Treibhausgase verursacht...
Bad nach Einbau des Zwangsfernwärmeanschlusses sanierungsbedürftig, weil die neuen Heizungs- und Warmwasserrohre aus dem Keller da reinmüssen. In anderen Wohnungteilen sind evtl. auch Bauarbeiten notwendig. Noch eine zweite Wohnungssanierung so kurz nach der ersten?
Ein zentraler Wärmetauscher im Keller. Na welcher Eigentümer verzichtet auf seinen Keller. Einen Gemeinschaft mit ausreichendem Platz ist nicht vorhanden.

Das kostet alles viel Geld, welches wahrscheinlich besser in einen Vollwärmeschutz des Hauses angelegt werden sollte um die Treibhausgasproduktion der Eigentümergemeinschaft signifikant zu senken.

Und die frisch sanierte Straße muss für die Fernwärmerohre auch wieder aufgebuddelt werden. Klasse!

Und dann die Leitungsverluste der Fernwärme. Da freuen sich die Regenwürmer, die es dann im Winter schön warm haben.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Fernwärmezwang als Instrument zum Klimaschutz völlig unsinnig, wenn nicht sogar kontraproduktiv ist. Jedenfalls so, wie er in Braunschweig geplant ist.

Sinnvoller dafür wären kleine dezentrale Blockheizwerke, die verbrauchsnah installiert sind. Oder ein Sonnenkollektorzwang, besonders in Neubaugebieten. Dort könnte so planen, dass die Häuser für Sonnenkollektoren optimal ausgerichtet wären.

Ein Kollege benötigt für sein Einfamilienhaus im Jahr ca. 20000 kWh in Wärme. 14000 gewinnt er aus Öl, 6000 bekommt er von der Sonne, obwohl sein Hausdach nicht optimal ausgerichtet ist. Sein nächster Schritt wird ein Vollwärmeschutz sein.

Man kann Umweltschutz richtig oder ideologisch betreiben.

Gute Nacht Braunschweig.

...

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Stadtmensch

Welfe




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BeitragVerfasst am: 12.01.2008, 00:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Wir scheinen auf einem unterschiedlichen Stand zu sein:

- Soweit ich weiß, soll sich der Anschlusszwang über mehrere Jahre hinziehen. Es soll doch niemand seine neue Gastherme rausschmeißen und auf Fernwärme umstellen. Wenn die Therme mal hin ist, dann sind die Investitionskosten für FW sicher nicht höher als eine neue Therme. Die Kosten sind aber auf jeden Fall bei einer vernünftigen Vergleichsrechnung zu berücksichtigen.

- Der Luftreinhalteplan, in dessen Rahmen der Anschlusszwang kommen soll, ist primär zur Reduzierung der Feinstaubbelastung. Das hat mit Treibhausgasen erstmal nichts zu tun.

- Die Fernwärmeleitungen liegen schon in großen Teilen der Stadt. Für die Erschließung weiterer Gebäude ist es nicht immer notwendig, die Straße aufzureißen. Oftmals wird die Leitung durch die Keller direkt benachbarter Häuser verlängert. Der Ausbau erfolgt hauptsächlich parallel zur normalen Straßensanierung. Ansonsten ist es aber auch nicht das Ding, die Leitung im Nachhinein zu verlegen, der Leitungskorridor nimmt nicht die gesamte Straßenbreite ein.

- Die Notwendigkeit für Energiesparmaßnahmen ergibt sich trotz FW immer noch durch den anfallenden Arbeitspreis.
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Duffer

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BeitragVerfasst am: 12.01.2008, 08:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Solarkollektorzwang ist nicht förderlich. Abgesehen, davon dass man zuerst dämmen, sich dann einen Brennwerktkessel oder Fernwärme anschaffen muss, und erst dann sinnvoll über eine Solaranlage nachdenken kann, fallen Solarpaneele nicht vom HImmel, sondern müssen auch erst CO²-intensiv hergestellt werden. Der von der Bundesregierung vorgeschlagene oder vielleicht schon umgesetzte Solarzwang wird von Experten stark kritisiert, weil er nicht sinnvoll ist.

Fernwärme muss kein Nebenereugnis der Stromgewinnung sein. Bei der Produktion von Strom für 1000 Haushalte entsteht genug Wärme für etwa 400 Haushalte, was natürlich noch vom Kraftwerk abhängt. In Braunschweig hat der Anteil der Fernwärme am Gesamtheizvolumen etwa 30% erreicht. Wenn man diese 40% erreicht, was unanzweifelbar, wenn man sich mit der Materie auseinandersetzt wünschenswert wäre, könnte man den Anteil noch durch Spitzenkessel, Lüftungsanlagen, Dämmung und Erdgebundene Pufferspeicher erhöhen. Leider weiß ich nich, ob man die Wärme eines ganzen Kraftwerkes im Sommer im Erdreich speichern kann, für einzelne Gebäude ist das aber immer ein guter Weg, den Heizbedarf zu verringern, und gleichzeitig für besseres Raumklima zu sorgen.


Ein Wärmetauscher ist größer als ein Briefkasten, aber nicht besonders viel. Seinen Keller wird niemand wegen der Fernwärme verlieren.

Es gibt zwar Leitungsverluste, es kommen aber immer noch 90% der Wärme beim Abnehmer an. Dezentrale Blockheizkraftwerke haben nur selten Werte die da mithalten können.

Fernwärme ist vollkommen Wartungsfrei, der Wärmetauscher wird nie ersetzt, warum auch er kann eigentlich nicht kaputt gehen. Gaskessel sollten alle 10 Jahre gewechselt werden, die Düse, das wissen viele Menschen nicht, sollte jedes Jahr gewechselt werden, um keine Effektivitätseinbußen zu haben.

Ich glaube, wenn man möglichst viele Gebäude auf technisch hohen Stand bringt, die Gebäudehülle ordentlich baut, auf Spitzenkessel, Pufferspeicher, Lüftungsanlagen, etc setzt, könnte man die ganze Stadt mit Fernwärme versorgen. Zur Fernwärme gibt es aus rein technischer Sicht eigentlch keine Alternative.
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 12.01.2008, 14:00    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Stadtmensch » hat folgendes geschrieben:
- Soweit ich weiß, soll sich der Anschlusszwang über mehrere Jahre hinziehen. Es soll doch niemand seine neue Gastherme rausschmeißen und auf Fernwärme umstellen.


20 Jahre Umstellung sind in Planung. Welche Lebensdauer wird für eine vernünftige Therme vorgesehen.

« Stadtmensch » hat folgendes geschrieben:
- Der Luftreinhalteplan, in dessen Rahmen der Anschlusszwang kommen soll, ist primär zur Reduzierung der Feinstaubbelastung. Das hat mit Treibhausgasen erstmal nichts zu tun.


Wieviel Feinstaub macht denn die Verbrennung von Gas in der Therme? Und warum wird in dem Luftreinhalteplan immer mit CO2 gerechnet?
Viele Leute bezeichnen CO2 auch als ein Treibhausgas. Andere streiten das ab und leugnen sogar den Treibhauseffekt.
Sollten da nicht lieber die Autos aus der Stadt verbannt werden?
Wenn man schon den Leuten die Fernwärme aufnötigt, dann sollte die autofreie Innenstadt doch kein Problem sein.

« Stadtmensch » hat folgendes geschrieben:
- Ansonsten ist es aber auch nicht das Ding, die Leitung im Nachhinein zu verlegen, der Leitungskorridor nimmt nicht die gesamte Straßenbreite ein.


Nur dass aus der schönen ebenen Fahrbahn dann eine häßliche Buckelpiste wird.

...

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Stadtmensch

Welfe




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BeitragVerfasst am: 12.01.2008, 14:41    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« tripledot » hat folgendes geschrieben:
20 Jahre Umstellung sind in Planung. Welche Lebensdauer wird für eine vernünftige Therme vorgesehen.


Dazu hat Duffer was geschrieben (s. oben).

Zitat:
Und warum wird in dem Luftreinhalteplan immer mit CO2 gerechnet?


Wird es gar nicht. Im "Luftreinhalte und Aktionsplan der Stadt BS" (Mai 2007) taucht CO2 nicht ein einziges mal auf. In der Fortschreibung taucht es auf, wird dort aber eher als zusätzlicher Nutzen neben der Reduzierung von Schwefeldioxid, Feinstaub und Stickoxide genannt. Feinstaub entsteht bei Gasheizungen eher weniger, bei Pellet- oder Ölheizungen wird deutlich mehr Feinstaub emittiert

Zitat:
Sollten da nicht lieber die Autos aus der Stadt verbannt werden? Wenn man schon den Leuten die Fernwärme aufnötigt, dann sollte die autofreie Innenstadt doch kein Problem sein.


Ein Anfang dazu wäre die Einrichtung einer Umweltzone und eine deutliche Förderung des ÖPNVs und des Radverkehrs. Diese Maßnahmen wären ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Luftqualität. Leider werden die notwendigen Veränderungen im Verkehr in BS bisher nicht konsequent angegangen.

Zitat:
Nur dass aus der schönen ebenen Fahrbahn dann eine häßliche Buckelpiste wird.


Rolling Eyes
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Peter

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 09:49    heute Veranstaltung dazu mit Ratsfraktionen Antworten mit ZitatNach oben

Eine Bürgergruppe aus dem östlichen Ringgebiet nimmt heute abend (22.01.2008) um 19 Uhr im Gemeindesaal der Katharinenkirche den Anschlusszwang aufs Korn. Die nähere Ankündigung findet Ihr hier:
http://www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&task=view&id=808&Itemid=65&PHPSESSID=db2b721199f5a5be6018b10f4b0abe43

Was hat Luftreinhaltung bzw. Feinstaubbelastung mit CO2-Belastung und Klimaschutz zu tun?
Wenn dem OB der Klimaschutz am Herzen liegt, warum trat Braunschweig dann nach Amtsantritt von Hoffmann aus dem Klimabündnis der Städte aus?

http://www.klimabuendnis.org/start.htm

Zitat:
Mehr als 1.400 Städte, Gemeinden, Landkreise, Bundesländer und Organisationen aus 17 europäischen Ländern haben sich seit 1990 dem Klima-Bündnis e.V. angeschlossen, Europas größtem Städtenetzwerk zum Klimaschutz. Sie repräsentieren insgesamt fast 50 Millionen Bürgerinnen und Bürger – jede zehnte Person in der Europäischen Union lebt heute in einer Klima-Bündnis-Kommune.

Die Klima-Bündnis-Mitglieder tauschen Erfahrungen aus, stärken ihren Einfluss auf die nationale und internationale Klimapolitik und engagieren sich für eine zukunftsfähige und klimafreundliche Entwicklung.

In diesem Bereich der Klima-Bündnis-Webseiten können Sie sich informieren über:

Klimawandel, Vorteile von Klimaschutz und wie jede/r Einzelne dazu beitragen kann
Handlungsfelder für Städte und Gemeinden
Kommunaler Klimaschutz: Wie anfangen? Hinweise zur Vorgeh ensweise und zum Monitoring
Initiativen und Kampagnen, an denen Sie sich beteiligen können
Aktuelle Projekte des Klima-Bündnis



Braunschweig marschiert seit dem Austritt in die entgegengesetzte Richtung.
Siehe auch "Klimakarten ohne Flughafen":
http://board.bs-netz.com/viewtopic.php?t=882&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=
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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 10:18    Re: heute Veranstaltung dazu mit Ratsfraktionen Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:

Was hat Luftreinhaltung bzw. Feinstaubbelastung mit CO2-Belastung und Klimaschutz zu tun?


?? Wie Du vielleicht weißt, wird bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Gebäudeheizungsanlagen mitnichten nur CO2 freigesetzt, sondern auch Feinstaub in nicht unerheblichen Maße, mancherorts mehr als durch den Straßenverkehr. Von daher macht eine Reduzierung derselben und Ersatz durch Fernwärme durchaus einen Sinn. Ob dieses jedoch so zwangsmäßig angeordnet werden muß, wie beabsichtigt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 10:28    Re: heute Veranstaltung dazu mit Ratsfraktionen Antworten mit ZitatNach oben

« Haico » hat folgendes geschrieben:
« Peter » hat folgendes geschrieben:

Was hat Luftreinhaltung bzw. Feinstaubbelastung mit CO2-Belastung und Klimaschutz zu tun?


?? Wie Du vielleicht weißt, wird bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Gebäudeheizungsanlagen mitnichten nur CO2 freigesetzt, sondern auch Feinstaub in nicht unerheblichen Maße, mancherorts mehr als durch den Straßenverkehr.


Wieviel Feinstaub entsteht durch das Verbrennen von Erdgas in Gasetagenheizungen, wie sie im östlichen Ringgebiet vorherrschen?

« Haico » hat folgendes geschrieben:
Von daher macht eine Reduzierung derselben und Ersatz durch Fernwärme durchaus einen Sinn.


Also soll ich meine Gastherme, bei deren Herstellung bestimmt schon Feinstaub produziert worden ist, durch einen Wärmetauscher ersetzten, bei dessen Herstellung noch Feinstaub entstehen wird?

« Haico » hat folgendes geschrieben:
Ob dieses jedoch so zwangsmäßig angeordnet werden muß, wie beabsichtigt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.


Bei den Fernwärmepreisen wird keiner freiwillig auf Fernwärme umsteigen. Wenn also BS/Energy/Veolia gut verdienen will, dann hilft nur der Zwang.

...

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Peter

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 12:42    gut verdienen mit Zwang? Antworten mit ZitatNach oben

tripledot hatte geschrieben:
Zitat:
...
Wenn also BS/Energy/Veolia gut verdienen will, dann hilft nur der Zwang.



Allein die erneute breit angelegte Ankündigung der Bürgerversammlung heute abend im östlichen Ringgebiet hat die CDU gespalten. Fraktionsvorsitzender Sehrt hatte eine Teilnahme noch letzte Woche ausgeschlossen, jetzt hat die CDU doch noch schnell ihren Landtagskandidaten Hennig Brandes nachgemeldet.

Die FDP hat sich auch beeilt, nunmehr eindeutig gegen einen Anschlusszwang zu argumentieren.

Die Grünen ("Zwang hat einen gewissen Charme" - wg. Umwelt) sitzen in ihrem "Stammland" östlicher Ring zwischen allen Stühlen und wackeln hin und her.

Ja, geht dem Aufsichtsratsvorsitzenden von bs-energy/veolia jetzt das schöne Geschäft aus Zwangsbelieferung der Kunden zu Höchstpreisen durch die Lappen?

Wie steht der denn dann vor Veolia da ? Embarassed
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 13:12    Re: gut verdienen mit Zwang? Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Allein die erneute breit angelegte Ankündigung der Bürgerversammlung heute abend im östlichen Ringgebiet hat die CDU gespalten. Fraktionsvorsitzender Sehrt hatte eine Teilnahme noch letzte Woche ausgeschlossen, jetzt hat die CDU doch noch schnell ihren Landtagskandidaten Hennig Brandes nachgemeldet.


Und bestimmt wieder absagt, wenn er das hier liest!

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Peter

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 13:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@ tripledot

...wir werden sehen. So wie´s aussieht, hätte man am liebsten noch Zwafelink zusätzlich geschickt ... es gibt einige Erregung im Rathaus ...
aber es steht ja auch einiges auf dem Spiel.
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 14:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
aber es steht ja auch einiges auf dem Spiel.


Was denn?
Vor der Landtagswahl wird doch nicht über den Zwang beschlossen. Bis zur Wahl werden die aus dem Rathaus beruhigen und abwiegeln. Nach der Wahl wird dann der Zwang beschlossen. Ganz einfach und ohne Risiko! Voller Gewinn für BS/Energy/Veolia!

Das Kaufschloss steht schließlich auch und bald auch das Spassbad.

...

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Peter

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 14:56    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Wenn die FDP sich heute definitiv gegen einen Zwang festlegt, hat der AR-Vorsitzende mit seiner Mehrheit ein Problem.

Nun gut, durch bereitwilliges Paarungsverhalten (Pairing) in der SPD wäre da noch was zu kitten, wenn nicht auch noch in der CDU ein Teil wegbricht.

Immerhin steht auch "Haus und Grund", sowie ein Teil der IHK gegen diese veolia-rendite -trächtige Version von "Luftreinhaltung".
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 15:13    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Wenn die FDP sich heute definitiv gegen einen Zwang festlegt, hat der AR-Vorsitzende mit seiner Mehrheit ein Problem.


Davon träumst Du? Es wird kein Problem geben!

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Nun gut, durch bereitwilliges Paarungsverhalten (Pairing) in der SPD wäre da noch was zu kitten, wenn nicht auch noch in der CDU ein Teil wegbricht.


Bei der CDU herrscht Parteidisziplin. Die stehen stramm hinter dem Gewinn von Veolia. Und die SPD hat auch gute Verbindungen zu dem Laden.

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Immerhin steht auch "Haus und Grund", sowie ein Teil der IHK gegen diese veolia-rendite -trächtige Version von "Luftreinhaltung".


Wird nichts nützen. Spätestens in einem Jahr wird der Luftreinhalteplan mit dem Zwang in Kraft treten. Eine Umweltzone für KFZ wird es in BS nie geben.

...

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Peter

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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 15:45    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

ich bin in der Tat etwas optimistischer, bin mir aber auch bewusst, dass noch weitere Aktionen und Politisierungen nötig sein werden.

So wie´s aussieht, ist die neue Bürgergruppe dazu auch über den Wahltermin hinaus bereit.
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