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 Streit um den letzten Rest des alten Schlossparks
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Kai

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BeitragVerfasst am: 23.01.2007, 05:29    Streit um den letzten Rest des alten Schlossparks Antworten mit ZitatNach oben

Quelle : http://www.newsclick.de/



200 Jahre alter Platanenhügel am Ritterbrunnen soll Schlosscarrée weichen



Von Norbert Jonscher



Sie standen schon im Schlossgarten von Herzog Karl II. (1804 - 1873), haben 200 Jahre Braunschweiger Stadtgeschichte miterlebt: die alten Platanen auf dem Schlossparkhügel am Ritterbrunnen, das definitiv letzte Zeugnis des historischen Schlossgartens.



Jetzt sollen auch sie, die betagten Veteranen, gefällt werden, einem weiteren Mega-Projekt weichen: dem Schlosscarrée.



Und es gibt nicht wenige, die diese Nachricht mit Wehmut erfüllt, nicht nur die bekennenden "Schlossparkfreunde". Eine ältere Braunschweigerin sagt: Sie verstehe nicht, warum eigens für einen Investor ein Bebauungsplan geändert wird, der die Platanen bisher als öffentliche Grünfläche schützte.



Für sie sei der Hügel ein Naturdenkmal. "Nicht aus Spaß haben vor 200 Jahren Menschen hier einen Hügel auf einer Furt errichtet." Und nun werde das alles dem Profit geopfert: "Der Hügel soll doch nur deshalb weg, weil an der Stelle die höchsten Mieten zu erzielen sind."



Wie berichtet, hatte die Stadt im Zuge der Aufhebung des Bebauungsplans auch einen Umweltbericht in Auftrag gegeben. Und der bescheinigt dem Platanenhügel eine "hervorgehobene Bedeutung für die Stadtökologie".



Die "klimaökologischen und lufthygienischen Funktionen" seien an diesem belasteten Standort besonders hoch zu werten.



Nach der Überbauung des Schlossparkes stelle der Hügel "in diesem Quartier die letzte kleine Grünfläche dar, die hier Wohlfahrtswirkungen entfaltet und für das Ortsbild prägend ist. Sie ist gerade in einem baulich verdichteten und verkehrlich intensiv genutztem Bereich wie dem vorliegendem von größter Bedeutung".



Das Gutachten hatte den Platanen eine Lebenserwartung von nur noch rund 15 Jahren attestiert. Ihr Zustand sei schlecht, sie weisen zahlreiche Faulstellen auf. Die Stadt hatte im Grundstückskaufvertrag dennoch strikte Bedingungen für das Fällen der Bäume einarbeiten lassen: Sie dürfen erst unmittelbar vor Baubeginn umgesägt werden. Hält sich der Investor nicht daran, droht eine harte Vertragsstrafe.



Für die Platanen müssen zudem 20 großkronige Laubbäume mit über 20 Zentimeter Stammdurchmesser an anderer Stelle gepflanzt werden.

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Peter

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BeitragVerfasst am: 14.10.2011, 13:51    nachträglich 390Tsd. € für den Vernichter des Platanenhügels Antworten mit ZitatNach oben

Dieser Vorgang ist in mehrfacher Hinsicht (und nicht nur wegen der 390.000 € Fördergeld) skandalträchtig:

1. schnell noch mit alter Rats (bzw. VA-) Mehrheit...
2. Richtlinien zur Förderung wg. kriegsbedingter Baulücke werden hingebogen,
3. eigentlich nur "freiwillige" Leistung der Stadt, wenn genug (zuviel) Geld da ist, nun wird Topf geschaffen über "Wohnbaufördermittel",
4. alles heimlich hinter verschlossenen Türen (nur VA-Vorlage), ohne Befassung des Planungs- oder des Finanz-Ausschusses oder gar des Rates, weil es dann zu öffentlich wäre?

>>>Zum Ersten... zum Zweiten ... und zum Dritten<<<

Welches "Nachspiel" fällt Euch dazu noch ein?

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Wald

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BeitragVerfasst am: 14.10.2011, 19:27    Der Platanenhügel ist Vergangenheit- er existiert nicht mehr Antworten mit ZitatNach oben

Was ist das für ein merkwürdiger Titel: 390.000 Euro für die Vernichter des Platanenhügels?

Wäre das Geld für die Vernichtung des Platanenhügels, so hätte man es schon viel früher auszahlen müssen!

Das Geld gibt es für die Schließung der Baulücke- es ist völlig nebensächlich, was dort früher stand!!
Der Förderantrag ist von 2006!

Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/15022391
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Reiner_Mist

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BeitragVerfasst am: 14.10.2011, 21:39    Keine Baulücke, keine Förderung! Antworten mit ZitatNach oben

« Wald » hat folgendes geschrieben:

Das Geld gibt es für die Schließung der Baulücke


Genau, dazu müsste es eine Baulücke geben, hat es aber nicht.
Die Bäume standen dort 200 Jahre, also keine kriegsbedingte Baulücke!

Die Bäume sind zwar weg, das Förderrecht ist damit doch nicht auch gestorben.
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Wald

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BeitragVerfasst am: 14.10.2011, 22:20    Der Platanenhügel ist Vergangenheit- er existiert nicht mehr Antworten mit ZitatNach oben

?? Was hat das Ganze mit den Bäumen/Platanen zu tun?

Klar, sie standen im Krieg und bis zum Bau des Schloßcarrees,
aber der Platanenhügel ist Vergangenheit- er existiert nicht mehr!
Die Platanen sind längst verarbeitet

Warum ständig ewig gestrigem (Schloßpark, Platanenhügel) hinterhertrauern, anstatt neue, innovative Vorschläge zu machen?

....und warum nicht einen Dachausbau des Carree bezuschussen, damit das Carree sich besser in das Gesamtbild einfügt ??
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Wald

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BeitragVerfasst am: 16.10.2011, 10:28    Einkaufsschloßboykott Antworten mit ZitatNach oben

Es gibt übrigens noch immer Braunschweiger Bürger, die das Einkaufs-Schloß boykottieren, (nicht in den Läden dort einkaufen)
weil dafür der Schloßpark vernichtet wurde.
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BSler01

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BeitragVerfasst am: 16.10.2011, 12:04    . Antworten mit ZitatNach oben

.
_________________
Der o.g. Text ist meine Meinung zu diesen Themen. Ich formuliere meine Texte manchmal ironisch, sarkastisch oder überzogen.

1984 war nicht als Anleitung gedacht!


Zuletzt bearbeitet von BSler01 am 17.07.2013, 22:31, insgesamt einmal bearbeitet
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Wald

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BeitragVerfasst am: 16.10.2011, 12:20    Scheinheilig und verlogen Antworten mit ZitatNach oben

Empfinde es als Scheinheilig, wenn man um die Schloßpark-Bäume trauert, aber weiterhin bei Lidl und ALDI billiges, blütenreines Papier- und Toilettenpapier kauft, für das Regenwaldbäume gefällt wurden!

Übrigens: im Basement bei Blume 2000 gibt es fair gehandelte Rosen!
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BSler01

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BeitragVerfasst am: 16.10.2011, 12:39    . Antworten mit ZitatNach oben

.
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Der o.g. Text ist meine Meinung zu diesen Themen. Ich formuliere meine Texte manchmal ironisch, sarkastisch oder überzogen.

1984 war nicht als Anleitung gedacht!


Zuletzt bearbeitet von BSler01 am 17.07.2013, 22:32, insgesamt einmal bearbeitet
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Reiner_Mist

Jung Welfe





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BeitragVerfasst am: 16.10.2011, 16:10    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@ Wald,
zurück zum eigentlichen Thema.
Also klar, die Bäume standen schon lange da, eine kriegsbedingte Baulücke, die gesetzlich gefördert werden darf, ist es also schon mal nicht!
Es geht aber gar nicht mehr um die Platanen, es geht jetzt wiederholt und immer wieder um die erneuten Penunzen, die wir löhnen sollen und weswegen wieder woanders kein Geld da sein wird. Darum geht's!


« Wald » hat folgendes geschrieben:

....und warum nicht einen Dachausbau des Carree bezuschussen, damit das Carree sich besser in das Gesamtbild einfügt ??


Weil der Investor doch bereits dafür einen Zuschuss in Millionenhöhe erhalten, aber nicht dazu genutzt hat, die zum Kaufschloß passenden Dachaufbauten zu installieren.



Der jetzige Rat ist daran doch Schuld!
Bereits bei der geförderten Planung hätte dies vom jetzigen Rat untersagt oder zumindest mal hingewiesen werden können, schließlich hat man ja da mit Millionen Steuergeldern mitgefördert. Der jetzige Rat hat aber untätig zugeschaut, als der Investor seine Sachen da aufs Dach gesetzt hat.. Und nur, weil der Rat verpennt hat, sollen wir jetzt wieder ohne Not und freiwillig sogar noch 390.000 draufschenken? Jeder konnte freien Blickes sehen, was die da drauf setzen! Auch nicht geklärt, weshalb es hier zu 390.000 Euro kommt?

Das sollten wir Bürger wohl nicht so genau wissen. Die Vorlage ist im Ratsinformationssystem in der TO des entsprechenden Verwaltungsausschusses nämlich nicht vorhanden. Lesen verhindert hier aber Dummheit, die wir uns einfach nicht mehr leisten können.
Die Vorlage dazu, die diese freiwillige nicht notwendige Spende erklärt, findet man hier
Zweimal so viel Geld abzocken fürs gleiche Projekt und gleichzeitig nach Schuldenbremse schreien? Finde das wirklich unverschämt!
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Wald

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BeitragVerfasst am: 16.10.2011, 17:42    Re: Scheinheilig und verlogen Antworten mit ZitatNach oben

Das sehe ich auch so, BSler
Es gibt ein chin. Sprichwort:
Bevor Du Dich daran machst, die Welt zu verändern, gehe dreimal um Dein eigenes Haus!
Erst bei sich selber sehen, was man verändern kann

Negativ-Beispiele nennst Du oben:
die Anti-Atomis, die zwar protestieren, aber weiterhin Atomstrom konsumieren-
oder z.B am Samstag gab es auch hier in Braunschweig einen Protest gegen die Macht der Banken-
wieviele der Protestler sind wohl bei einer Ökobank????
http://www.facebook.com/event.php?eid=299752520050227
Bilder: http://www.hanskottke.de/wordpress/?p=2325
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Wald

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 09:37    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Rainer_Mist schrieb:
Zitat:
Der jetzige Rat ist daran doch Schuld!
Bereits bei der geförderten Planung hätte dies vom jetzigen Rat untersagt oder zumindest mal hingewiesen werden können, schließlich hat man ja da mit Millionen Steuergeldern mitgefördert. Der jetzige Rat hat aber untätig zugeschaut, als der Investor seine Sachen da aufs Dach gesetzt hat.. Und nur, weil der Rat verpennt hat, sollen wir jetzt wieder ohne Not und freiwillig sogar noch 390.000 draufschenken? Jeder konnte freien Blickes sehen, was die da drauf setzen!
Auch nicht geklärt, weshalb es hier zu 390.000 Euro kommt?


Schuld sind immer nur die anderen?

Ist die Zusammensetzung des alten Rates nicht ähnlich wie die des heutiges Rates, d.h. die meisten der jetzigen Ratsmitglieder waren dabei, als das beschlossen wurde, sind auch jetzt wieder mit dabei und könnten sich ja auch kundig machen, warum es sich gerade um diesen Betrag handelt!
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Reiner_Mist

Jung Welfe





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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 11:38    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Wald » hat folgendes geschrieben:
Rainer_Mist schrieb:
Zitat:
Der jetzige Rat ist daran doch Schuld!
Bereits bei der geförderten Planung hätte dies vom jetzigen Rat untersagt oder zumindest mal hingewiesen werden können, schließlich hat man ja da mit Millionen Steuergeldern mitgefördert. Der jetzige Rat hat aber untätig zugeschaut, als der Investor seine Sachen da aufs Dach gesetzt hat.. Und nur, weil der Rat verpennt hat, sollen wir jetzt wieder ohne Not und freiwillig sogar noch 390.000 draufschenken? Jeder konnte freien Blickes sehen, was die da drauf setzen!
Auch nicht geklärt, weshalb es hier zu 390.000 Euro kommt?


Schuld sind immer nur die anderen?


Ist Wald etwa mitschuldig? Wer hat es denn so abgestimmt, aber nicht hingeguckt?
Wald etwa?

Zitat:
Ist die Zusammensetzung des alten Rates nicht ähnlich wie die des heutiges Rates


Wink Quatsch! Der heutige Rat ist noch "der alte". Der neu gewählte wird ja erst im November wirken. Darum geht es übrigens auch, verdrehen Sie nicht die Fakten!
Und es haben eben nicht a l l e der jetzigen oder zukünftigen Ratsmitglieder für Abriss des Platanenhügels, für den Bau des Schloss-Carrees und auch für die Aufbauten in dieser Form gestimmt.
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Gero

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 13:28    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Reiner_Mist » hat folgendes geschrieben:
@ Wald,
zurück zum eigentlichen Thema.
Also klar, die Bäume standen schon lange da, eine kriegsbedingte Baulücke, die gesetzlich gefördert werden darf, ist es also schon mal nicht. Es geht aber gar nicht mehr um die Platanen, es geht jetzt wiederholt und immer wieder um die erneuten Penunzen, die wir löhnen sollen und weswegen wieder woanders kein Geld da sein wird. Darum geht's!


Wie stets ist der Fall glasklar und die Mittelvergabe juristisch unanfechtbar.

Beim Bauvorhaben Schloss-Carrée handelt es sich zweifellos um eine Baulückenschließung, die seit 1998 (!) durch städtische Zuschüsse gefördert wird. Beantragt wurden die Fördermittel seitens des Investors bereits 2006, sodass die Auszahlung nach Fertigstellung des Objekts im Jahr 2008 hätte erfolgen müssen. Nun geschieht das 3 Jahre später, denn der juristische Anspruch ist in dieser Zeit nicht erloschen. Dass die Stadt die Auszahlung mit der Forderung nach einer Verkleidung der Dachaufbauten verknüpft, ist ein geschickter Schachzug und im Sinne eines ästhetischen Stadtbildes.

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Peter

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 14:06    kein "juristischer Anspruch" Antworten mit ZitatNach oben

« Gero » hat folgendes geschrieben:
... der juristische Anspruch ...


tss...tss Rolling Eyes ... nun steht schon die eigentlich nicht-öffentliche Vorlage im internet und der Gero liest sie nicht mal, schreibt aber trotzdem unbekümmert seinen aber auch alles Rechtfertigungs-Quark.

In der Vorlage heißt es auf Seite 2: "Es handelt sich um eine freiwillige Leistung der Stadt im Rahmen der hierfür zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel."

Da aber die Stadt für diese Baulückenschließung gar keine Haushaltsmittel zur Verfügung hat, wurde auch noch haushaltstechnisch etwas hingebogen:

"Finanzierung erfolgt aus dem Investitionsprojekt Wohnbauförderung aus übertragenen Haushaltsmitteln..."

Einfach mal genauer hinsehen und kritisch hinterfragen, Abnicker haben wir schon genug im Rathaus und Schönschreiber genügend bei der Br. Zeitung; sowas braucht es eigentlich hier im Forum nicht.

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Duffer

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 14:37    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Eine Baulücke ist ein Baufeld, das zur Bebauung vorgesehen ist, aber noch nicht bebaut wurde. Damit eine Bebauung vorgesehen sein kann, muss es einen Bebauungsplan geben, das ist der IN 225 "Ritterbrunnen-West", der am 7.2.2006 aufeghoben wurde um das Schlosscarree zu ermöglichen. in diesem war dort keine Bebauung vorgesehen, ergo war es keine Baulücke.

In der Sitzungsvorlage steht:
Zitat:
Der Baublock bildet Raumkanten zum Steinweg, zum
Bohlweg und weitestgehend zum Ritterbrunnen, wo er eine kriegsbedingte Baulücke aufweist.


und:
Zitat:
Gegenwärtig liegt der Stadt ein überarbeitetes Konzept für den gesamten Block (Anlage 3) vor.
Dieses Bebauungskonzept ist Anlass für die Aufhebung und soll dadurch ermöglicht werden.


Selbst die Verwaltung spricht nur die Baulücke auf der Ost-Seite als solche an. Erst der neue Bebauungsplan, der extra für das Projekt geschaffen wurde sah den Platanenhügel als Baulücke vor.
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Gero

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 15:25    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Duffer » hat folgendes geschrieben:

Selbst die Verwaltung spricht nur die Baulücke auf der Ost-Seite als solche an. Erst der neue Bebauungsplan, der extra für das Projekt geschaffen wurde sah den Platanenhügel als Baulücke vor.


Das sind doch alles Spitzfindigkeiten. Die Stadt wollte die Lücke am Ritterbrunnen gegenüber dem ECE bebauen. Dazu wurde diie dort stehende Platane eliminiert und bewusste Lücke geschlossen. Da die Dachaufbauten des Gebäudes Schloss-Carree stören, werden sie nunmehr verkleidet und dafür ein städtischer Zuschuss gezahlt.

Was ist daran so verwerflich? Einzuwenden wäre lediglich, dass diese bauliche Auflage bereits zur Baugenehmigung hätte ausgesprochen werden können.

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Duffer

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BeitragVerfasst am: 17.10.2011, 17:38    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Du redest hier von "juristisch unanfechtbar" (wie immer), hast aber keine Ahnung wovon Du redest. Schuster bleib bei deinen Leisten.

Die Stadt wollte die Lücke nicht schließen. Wenn die Stadt die initiative ergriffen hätte, dann hätte sie einen entsprechenden Bebauungsplan aufgestellt. Hat sie aber nicht. Es ist ein Investor gekommen, und wollte das gerne machen. Die Stadt hat das ermöglicht.
Es hätte im Ermessen der Verwaltung gelegen im Bebauungplan festzuschreiben, dass die Traufe xxm hoch sein muss/darf, und dass keine Aufbauten zu sehen sein dürfen, was in manchen Städten generell in Bebauungspläne geschrieben wird. Hat sie aber nicht.

Es kann jetzt auch keine Auflagen geben, wie man sie in einen Bebauungplan einschreiben kann. Das weißt Du offensichtlich auch nicht.

Der investor hat sich in einer ganzen Reihe wichtiger Punkte als inkompetent erwiesen.
-Eck-Passage (funktioniert nie)
-Eingang Steinweg vergessen (siehe Punkt 1)
-Eingang ohne Ampel aufgrund mangelnder Kentniss und Absprache
-Dachaufbauten
-einziger Ankemieter ist nicht Teil der Passage
-etc.

Inkompetenz muss man nicht auch noch mit Steuergeld fördern, indem man Leuten ihre eigenen Fehler immer mir Steuergeld kompensiert.
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Steppenwolf

Jung Welfe





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BeitragVerfasst am: 18.10.2011, 12:01    Skandale backen Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:

Nachträglich 390Tsd. € für den Vernichter des Platanenhügels

In der Vorlage heißt es auf Seite 2: "Es handelt sich um eine freiwillige Leistung der Stadt im Rahmen der hierfür zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel."

Da aber die Stadt für diese Baulückenschließung gar keine Haushaltsmittel zur Verfügung hat, wurde auch noch haushaltstechnisch etwas hingebogen:

"Finanzierung erfolgt aus dem Investitionsprojekt Wohnbauförderung aus übertragenen Haushaltsmitteln..."


Was hat das mit den nicht mehr vorhandenen Platanen oder dem Schlosspark zu tun?

Wäre ein ähnlicher Vorgang an anderer Stelle genauso skandalträchtig?

Wenn sich keiner für den angeblichen Skandal interessiert, wird wieder nach altem Rezept versucht, über den Bezug zum Schloss, Schlosspark oder auch über den Hinweis auf Feudalismus bzw. König Hoffmann, aus einem relativ unwichtiger Vorgang ein Skandal zu backen!!!

Eigentlich hat man doch bei der Rekonstruktion des Schlosses den alten Zustand wieder hergestellt.
Sonst hätte man den Park ja vorher in „Maos Dissidenten-Acker“ oder „Lenins Lustwandel-Garten“ umbenennen müssen. Laughing Board
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 18.10.2011, 13:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Duffer » hat folgendes geschrieben:
Der investor hat sich in einer ganzen Reihe wichtiger Punkte als inkompetent erwiesen.
-Eck-Passage (funktioniert nie)
-Eingang Steinweg vergessen (siehe Punkt 1)
-Eingang ohne Ampel aufgrund mangelnder Kentniss und Absprache
-Dachaufbauten
-einziger Ankemieter ist nicht Teil der Passage
-etc


Ob das kommerzielle Konzept des Investors trägt oder nicht, muss die Stadt nicht kümmern. Wichtig ist, dass in zentraler Lage ein ästhetisch ansehnlicher Gebäudekomplex entstanden ist, der eine bauliche Lücke zufriedenstellend geschlossen hat. Als Gesundheitszentrum funktioniert das Schloss-Carree exzellent, zahlreiche Arztpraxen zahlen reichlich Gewerbesteuer, während die Passage schwächelt.

Für die Stadt sind damit wesentliche Ziele erreicht und das Projekt Schloss-Carree somit ein Erfolg.

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