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 Braunschweiger Haushaltswunder „hat fertig“
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 24.05.2013, 17:02    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@ Rosenbaum

Von 2002 bis 2012 hat die Stadt Braunschweig etwa 600 Millionen Euro Gewinn aus ihrer 25%tigen Beteiligung an bs-energy erzielt. Zudem hat sie für den Verkauf von 75% an den Stadtwerken 400 Mio. Dollar erhalten. Insofern ist die Stadt bis auf einen Sockelbetrag schuldenfrei.

Was die angeblichen "Schulden" bezüglich des Abwasserverbands angeht, so ist die Darstellung völlig verzerrt widergegeben. Durch den Verkauf an Veolia, der 238 Millionen Euro eingebracht hat, flossen nach Abzug von Rückstellungen 115 Millionen Euro in den städtischen Haushalt. Sie wurden zum Schuldenabbau und für Zukunftsinvestitionen genutzt. Der Vertrag läuft über 30 Jahre, sodass das Kanalnetz städtisch bleibt.

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Violiahartz4

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BeitragVerfasst am: 24.05.2013, 17:55    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Gero » hat folgendes geschrieben:
Der Vertrag läuft über 30 Jahre, sodass das Kanalnetz städtisch bleibt.


Mal nachgefragt Gero. Heißt das mit anderen Worten: In 30 Jahren bekommt man ein heruntergewirtschaftetes und komplett veraltetes Kanalnetz zurück?


Violiahartz4

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Die Lakaien der Wirtschaft und die Wirtschaft selbst, sind die wahren Schmarotzer, deshalb rufen sie auch lauthals: "Haltet den Dieb" , damit niemand merkt, dass sie die wahren Diebe sind!!
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Duffer

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BeitragVerfasst am: 24.05.2013, 20:07    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

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So schnell ändert sich das Bild, wenn die EZB mehr Geld drückt, also die Zinsen sinken und BS-Energy sich verrechnet und das Gaskraftwerk zur Fehlinvestition wird. Überhaupt, haben KPMG mit einem Gewinn von 90 Mio. € kalkuliert. Selbst dieser wurde nie erreicht, weshalb schon die damaligen Zahlen falsch waren. Auf Basis der Rechnung von KPMG ergibt sich heute, anstatt eines Vorteiles in Höhe von 8 Mio. € p. a. ein negativer Vorteil von 8 Mio. € p. a..



PS:
Irgend Jemand hat immer noch nicht begriffen, dass die Stadt Braunschweig nur ein Viertel des Gewinnes erhält. Dieser beläuft sich auf 135,4 Mio. von 6/2002-12/2012. OHNE den Verkauf von 74,9% der Stammaktien hätte er - extrapoliert aus dem mehrjährigen Mittel - 370 Mio.€ betragen. Aber was erwarte ich schon....
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 25.05.2013, 13:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Duffer » hat folgendes geschrieben:

Irgend Jemand hat immer noch nicht begriffen, dass die Stadt Braunschweig nur ein Viertel des Gewinnes erhält. Dieser beläuft sich auf 135,4 Mio. von 6/2002-12/2012. OHNE den Verkauf von 74,9% der Stammaktien hätte er - extrapoliert aus dem mehrjährigen Mittel - 370 Mio.€ betragen. Aber was erwarte ich schon....


Ja, das ist natürlich korrekt, Duffer. Bei meiner Angabe hatte sich ein Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen. Smile

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Peter

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BeitragVerfasst am: 05.06.2013, 16:12    Gewinneinbruch wegen "Strompreisverfall" ??? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo in die Runde,

war bereits die Privatisierung von 74,9 % des ehemals rein städt. Stadtwerks unvorteilhaft für die Stadt,
siehe "Milchmädchenrechnung" ...
http://www.braunschweig-online.com/bibs-forum/48-artikel-der-startseite/9125-bser-qhaushalts-wunderq-war-qmilchmaedchenrechnungq.html#9125

... so folgt jetzt die Nachricht vom Gewinneinbruch bei bs-energy um rd. 50 Mio.€ innerhalb nur einen Jahres (über 80 Mio. für 2012 auf rd. 27 Mio.€ für 2013).


Hintergrund des Vorgangs sind Geschäftspraktiken der veolia-Geschäftsführung, die den Blasengeschäften der Finanzbranche in nichts nachstehen.

Siehe dazu: Gewinneinbruch wegen Strompreisverfall ?
> http://www.braunschweig-online.com/bibs-forum/48-artikel-der-startseite/9096-braunschweiger-doppelt-geschroepft-rathaus-half-veolia-auch-noch-beim-steuersparen.html#9142

Und die Rathausparteien CDU/SPD/Grüne decken immer alles und entlasten die Verantwortlichen auch noch.

Wichtig für die Diskussion um Rekommunalisierung: Bis 2021 laufen noch die Konzessionsverträge über die Energienetze auf Braunschweiger Stadtgebiet.

Dazu bereits auch hier im Thread:
http://board.bs-netz.com/viewtopic.php?p=8857&sid=c43ff9059f50c68a8eaa8f8133f6be24#8857

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Duffer

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BeitragVerfasst am: 05.06.2013, 16:47    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Kann man das "Geld" aus Deinem Beitrag bestellen? Oder noch besser eine Druckvorlage bekommen? Wir müssen nämlich Geld drucken, um für die Privatisierungen aufzukommen, da möchte ich lieber heute schon anfangen.
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Peter

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BeitragVerfasst am: 05.06.2013, 17:36    Scheingeld zum Haushaltswundern Antworten mit ZitatNach oben

« Duffer » hat folgendes geschrieben:
Kann man das "Geld" aus Deinem Beitrag bestellen?


Hallo Duffer,

meinst Du dies hier ?

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Das konnte rekonstruiert werden, weil unser Urheber nicht mehr in BS wohnt.
Es bezog sich eigentlich hauptsächlich auf die Abwasser-Privatisierung... aber das Strickmuster ist ja ähnlich.

Aber die Anregung ist gut, wir sollten das ab sofort in einer angemessenen Auflage ab Samstag wieder am Infostand auf dem Kohlmarkt vorrätig haben.

Gruß
Peter

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Zuletzt bearbeitet von Peter am 12.03.2016, 19:50, insgesamt einmal bearbeitet
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Gero

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BeitragVerfasst am: 07.06.2013, 11:25    Re: Gewinneinbruch wegen "Strompreisverfall" ??? Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:


Hintergrund des Vorgangs sind Geschäftspraktiken der veolia-Geschäftsführung, die den Blasengeschäften der Finanzbranche in nichts nachstehen.


Erstens haben diese "Blasengeschäfte" der Stadt Braunschweig viele Millionen Euro beschert, denn sie war stets mit 25,1% am Euro-Regen beteiligt.

Und zweitens werden die Gewinne von Veolia bzw. bs-energy auch wieder steigen. Dass Erträge von Unternehmen nie stabil sind und schwanken - auch einmal Verluste zu erwaten sind - ist schließlich nichts ungewöhnliches.

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Peter

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BeitragVerfasst am: 12.03.2016, 19:46    Feuerwehr-PPPmodell entpuppt sich als teurer Ratenkreditkauf Antworten mit ZitatNach oben

Neues von Hoffmanns HaushaltsWunder tauchte rein zufällig mitten in den Ausschuss-Beratungen zum Haushalt 2016 auf.

Text der Stadt: "2005 wurde das Feuerwehrservicezentrum auf dem Gelände der Feuerwache Süd in Betrieb genommen. Hier werden in Zusammenarbeit mit der Fa. Dräger Atemschutzgeräte, Chemieschutzanzüge, Messgeräte und Schläuche gewartet, geprüft und repariert."


Im Januar 2016 förderte eine BIBS-Nachfrage zu einem Haushaltsantrag der Piraten-Fraktion im Feuerwehr-Ausschuss eine ganz erstaunliche Finanzierung des Feuerwehrservicezentrums zu Tage.


Wie bei klammen Zeitgenossen häufig vorkommend, fiel die Finanzverwaltung unter OB Hoffmann 2004 auf ein geschöntes Finanzwunder-Modell von KPMG herein ....

... und landete bei einem teuren Ratenkredit-Kauf

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Gero

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BeitragVerfasst am: 15.03.2016, 12:48    Re: Feuerwehr-PPPmodell entpuppt sich als teurer Ratenkredit Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
N

Im Januar 2016 förderte eine BIBS-Nachfrage zu einem Haushaltsantrag der Piraten-Fraktion im Feuerwehr-Ausschuss eine ganz erstaunliche Finanzierung des Feuerwehrservicezentrums zu Tage.


Wie bei klammen Zeitgenossen häufig vorkommend, fiel die Finanzverwaltung unter OB Hoffmann 2004 auf ein geschöntes Finanzwunder-Modell von KPMG herein ....


Das sind doch alles ganz undurchsichtige Zahlenspielereien.

Die Frage ist zunächst, welche Investitionssumme war erforderlich. Daran schließt sich die Frage an, was die Stadt bei einer regulären Kreditaufnahme über 15 Jahre hätte zahlen müssen und was sie bei ihrem Modell letztendlich gezahlt hat.

Im übrigen: Wen interessieren noch diese uralten Grabenkämpfe?

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Peter

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BeitragVerfasst am: 16.03.2016, 20:00    Re: Feuerwehr-PPPmodell entpuppt sich als teurer Ratenkredit Antworten mit ZitatNach oben

« Gero » hat folgendes geschrieben:
[

Die Frage ist zunächst, welche Investitionssumme war erforderlich. Daran schließt sich die Frage an, was die Stadt bei einer regulären Kreditaufnahme über 15 Jahre hätte zahlen müssen und was sie bei ihrem Modell letztendlich gezahlt hat.


- Investitionssumme: 900.000 €
- letztendlich bezahlt: 1.800.000 € (von KPMG für die Honorarabrechnung zugrunde gelegt)

Darin evtl. dann das Beraterhonorar von 109.000 € schon enthalten - darüber habe ich keine Angabe von KPMG oder der Finanzverwaltung oder von Hoffmann gefunden, evtl. also noch on top Wink


Das war übrigens auch einer von 5 Punkten, die zur strukturellen Schieflage im städtischen Haushalt in den letzten 15 Jahren geführt haben, wie während der Haushaltslesung am gestrigen Dienstag ausgeführt:
Fünf Projekte, die die Stadt nachhaltig und immer weiter in der Zukunft schädigen

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Gero

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BeitragVerfasst am: 17.03.2016, 14:18    Re: Feuerwehr-PPPmodell entpuppt sich als teurer Ratenkredit Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:


- Investitionssumme: 900.000 €
- letztendlich bezahlt: 1.800.000 € (von KPMG für die Honorarabrechnung zugrunde gelegt)

Darin evtl. dann das Beraterhonorar von 109.000 € schon enthalten - darüber habe ich keine Angabe von KPMG oder der Finanzverwaltung oder von Hoffmann gefunden, evtl. also noch on top Wink


Bei einer Laufzeit von 15 Jahren und einem üblichen Zins von etwa 15% jährlich käme man auf eine ähnliche Summe.

Aber wie ich gerade gelesen habe, reicht die BIBS und hier prominent Ratsherr Rosenbaum einer erneuten Schuldenmacherei der Stadt Braunschweig die Hand und muss einen defizitären Haushakt mitverantworten.

Wo bleiben denn nun die Schwüre, Braunschweig dürfe mit seinem Haushalt nie mehr ins Defizit geraten? Wie man sieht, waren das alles Zwecklügen.

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