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 VW´s Waldvernichtungen
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Peter

Bürger




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BeitragVerfasst am: 26.08.2009, 11:40    VW´s Waldvernichtungen Antworten mit ZitatNach oben

Steht VW wieder einmal für Waldvernichtung? Schon vergessen, daß VW offensichtlich eine lange Tradition in rücksichtsloser Waldvernichtung hat?

Jetzt kommen (alte) neue Vorwürfe gegen den Autokonzern hoch, gerade zu einem Zeitpunkt, wo der Konzern sich das ambitionierte Ziel gesteckt hat, "grünster Auto-Konzern" der ganzen Welt zu werden:

Zitat:
VOLKSWAGEN
In einer Randgesellschaft

Begeistert war Volkswagen in die "amazonische Leere" (so ein Firmenprospekt) eingetaucht, hatte Zehntausende Hektar Urwald gerodet.
Im unwegsamen Amazonas-Urwald wollte VW do Brasil eine Musterfarm errichten. Es ging gründlich daneben, VW will seine Rinder wieder loswerden.

Der gute Ruf der Autofirma litt, ...

Seit Jahren regnen immer wieder Anklagen auf den Automulti nieder.
Denn schwerer noch als der bisherige materielle Verlust wiegt der Ansehensverlust, den die Farm den Autobauern in Brasilien eintrug.

Seit Jahren regnen immer wieder Anklagen auf den Automulti nieder.
Zunächst sollten Satellitenbilder bewiesen haben, daß VW eine Million Hektar Urwald niedergebrannt habe, ...

Bewaffnete Vorarbeiter haben während der Rodung - wenn bis zu 300 Mann starke Kolonnen in den Urwald vorrücken - unwillige Tagelöhner angeblich zusammengeschlagen, wie in Gerichtsakten festgehalten wurde. "Und wer fliehen will", so behauptete Pater Rezende, "der wird mit Waffengewalt zurückgehalten."

"Wir bekommen aber immer noch Klagen über Verletzungen des Arbeitsrechts bei VW", sagt ein Sprecher des Ministeriums für Landreform in der Bundeshauptstadt Brasilia. Tatsächlich ist es ja auch kaum möglich, in diesem wilden Urwald-Westen Brasiliens die Einhaltung der Gesetze zu überwachen. "Es ist ein großer Fehler, die bedauerlichen Lebensumstände der brasilianischen Tagelöhner mit europäischen Maßstäben zu messen", rechtfertigt sich Cristalino-Chef Brügger.
Da mag VW sich noch soviel Mühe geben, besser als alle Nachbarn zu sein - mit dieser Randgesellschaft will Wolfsburg offenbar nichts mehr zu tun haben
...
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=In+einer+Randgesellschaft&id=13520853&top=SPIEGEL&suchbegriff=rinder&quellen=&qcrubrik=natur


Von wegen "grünster Konzern der Welt" werden.
Bei der anstehenden Abholzung von 60.000 Bäumen des Querumer Waldes, versuchen die VW-Verantwortlichen, ihre Hände in Unschuld zu waschen. Das dürfen wir ihnen nicht durchgehen lassen.

Hier geht es zur Petition. Schreiben wir VW ins Stammbuch, was von dieser Art Rücksichtslosigkeit gegen Umwelt und Natur zu halten ist.

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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 26.08.2009, 12:03    Re: VW´s Waldvernichtungen Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:

Von wegen "grünster Konzern der Welt" werden.
Bei der anstehenden Abholzung von 60.000 Bäumen des Querumer Waldes, versuchen die VW-Verantwortlichen, ihre Hände in Unschuld zu waschen. Das dürfen wir ihnen nicht durchgehen lassen.


Ich weiß nicht, was das Gejammere um den Fluhafen soll. Hier eine Pressemitteilung zum positiven Gerichtsurteil, das den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg mit geringen Auflagen zulässt und die Klage des Naturschutzbundes und einiger Anwohner abweist:

Zitat:
Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg im Wesentlichen zulässig
25.05.2009

Der 7. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit zwei Urteilen vom 20. Mai 2009 - 7 KS 28/07 und 7 KS 59/07 - die Klagen von Eigentümern, Anwohnern und eines Naturschutzverbandes gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Verlängerung der Start- und Landebahn des Verkehrsflughafens Braunschweig-Wolfsburg überwiegend abgewiesen.

Der Senat beanstandet nicht die Annahme der Beklagten, dass der Ausbau erforderlich ist, um die am Flughafen angesiedelten Forschungseinrichtungen der Luft- und Verkehrstechnik zu sichern und insbesondere dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auch in Zukunft Forschungen vor allem im Bereich der Hochauftriebstechnik zu ermöglichen.

Die Verlängerung der Start- und Landebahn in ein Europäisches Vogelschutzgebiet hinein ist von der Planfeststellungsbehörde zu Recht im Wege der Ausnahme genehmigt worden, weil den mit dem Ausbau verfolgten Zielen ein höheres Gewicht zukommt als den beeinträchtigten Erhaltungszielen des Vogelschutzgebiets und das Vorhaben insoweit alternativlos ist.

Das Fehlen einer zumutbaren Alternative hat der Senat derzeit jedoch nicht für die ebenfalls geplante östliche Umfahrung feststellen können, mit der die durch die verlängerte Start- und Landebahn durchtrennte Straßenverkehrsverbindung ersetzt werden soll. Das Gericht hat deshalb der Beklagten aufgegeben, nochmals die in Betracht kommenden Alternativen näher zu prüfen, vor allem eine westliche Umfahrung, die nur in einer Variante und dazu in unzureichender Weise Gegenstand der Betrachtung im Planfeststellungsverfahren war.

Gleiches gilt für die Lärmbelastung der Anwohner, die von einer infolge der geänderten Verkehrsführung entstehenden Verlagerung des Straßenverkehrs nach Bienrode verursacht würde. Außerdem ist über Schutzvorkehrungen gegen sog. "Wirbelschleppen" erneut zu entscheiden.

Dies bedeutet, dass die beigeladene Flughafengesellschaft mit dem Bau der verlängerten Start- und Landebahn beginnen kann, nicht aber mit dem Bau der östlichen Umfahrung. Dem Antrag eines Naturschutzverbandes und einer Grundstückseigentümerin auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes hat der Senat entsprechend teilweise stattgegeben.


http://www.flughafen-braunschweig.de/presse2000.asp?Anzeige=Yes&Index1=47
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Lupo

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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 20:24    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

"Nur wenn die Industriestaaten ihre Emissionen bis 2050 gegenüber 1990 um mindestens 80 Prozent reduzierten, könne der Temperaturanstieg auf gerade noch tolerable zwei Grad beschränkt werden, sagte Stern in Übereinstimmung mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dieses Ziel sei mit einem globalen Emissionshandel, verstärkter Effizienz und einem Stopp der Entwaldung erreichbar. "Wir wissen, was zu tun ist", sagte Stern. "Was fehlt, ist allein der politische Wille."

Das sagt der Klimaökonom Nicholas Stern.

Und dem Braunschweiger Rat fällt nichts besseres ein, als 60000 Bäume direkt "vor der Haustür" fällen zu lassen.

Quelle:
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/stern-verlangt-konsequenzen/
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Gero

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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 21:25    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Lupo » hat folgendes geschrieben:

Und dem Braunschweiger Rat fällt nichts besseres ein, als 60000 Bäume direkt "vor der Haustür" fällen zu lassen.


Ich schließe mich der Begründung des Oberverwaltungsgerichts hinsichtlich der Eliminierung der 58 645 Bäume an:

Zitat:
Die Verlängerung der Start- und Landebahn in ein Europäisches Vogelschutzgebiet hinein ist von der Planfeststellungsbehörde zu Recht im Wege der Ausnahme genehmigt worden, weil den mit dem Ausbau verfolgten Zielen ein höheres Gewicht zukommt als den beeinträchtigten Erhaltungszielen des Vogelschutzgebiets und das Vorhaben insoweit alternativlos ist.
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Lupo

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BeitragVerfasst am: 28.08.2009, 21:40    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@Gero

Recht zu bekommen ist nicht gleichbedeutend mit einer vernünftigen und zukunftsweisenden Handlungsweise. Dem Gerichtsverfahren ging eine politische Entscheidung voraus, deren Rechtmäßigkeit überprüft wurde. Die Bäume stehen nicht erst seit dem Rechtsstreit dort. Braunschweig ist vor einigen Jahren aus dem Klimabündnis AUSgetreten.
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 29.08.2009, 15:40    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Lupo » hat folgendes geschrieben:
@Gero

Recht zu bekommen ist nicht gleichbedeutend mit einer vernünftigen und zukunftsweisenden Handlungsweise.


Gerade dieser Tatbestand - nämlich ein vernünftiger und zukunftsweisender Beschluss - wurde mit der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts erfüllt. Es bleibt dir natürlich unbenommen, eine abweichende Meinung zu vertreten.
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Peter

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BeitragVerfasst am: 08.09.2009, 10:37    vorbildliche und kreative Aktionen zur Waldrettung Antworten mit ZitatNach oben

Bezüglich Petition zur Rettung des Querumer Waldes und des Aufrufes an VW, dem Waldschutzgedanken näherzutreten ...


http://www.ipetitions.com/petition/60000-Baeume/


... gibt es unter "60000 Bäume" inzwischen sehr gute Verlinkungen; eine vorbildliche Verlinkung z.B. findet sich hier:

http://beta.greenaction.de/kampagne/60000-alte-baeume-sollen-gefaellt-werden-httpwwwnabu-braunschweigdeflughafenhtm

Bitte weiterverbreiten.

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Stadtmensch

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BeitragVerfasst am: 24.10.2009, 10:54    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Gestern gab es bei Focus TV einen Bericht über den geplanten Flughafenausbau. Aus der Inhaltsbeschreibung der Sendung:
Zitat:
Der VW-Flughafen? Gegen eine Startbahnerweiterung regt sich Bürgerprotest
Es geht um einen alten Wald und um 20 Millionen Euro öffentlicher Gelder. Soviel müsste der Steuerzahler aufbringen, damit die Startbahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg erweitert werden kann. Der Haken: Die Zahl der davon profitierenden Parteien ist extrem übersichtlich. Da wäre die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt, die ca. 6 Experimentalflüge zusätzlich in Norddeutschland absolvieren könnte – allerdings tut sie das bislang problemlos im bayerischen Oberpfaffenhofen. Und da ist der VW-Konzern, dessen eigene Airbus-Flotte nicht vollgetankt zu Langstrecken-Geschäftsflügen abheben kann, weil die Startbahn zu kurz ist. Muss das wirklich sein? Wobei doch der Flughafen Hannover quasi um die Ecke liegt? FOCUS TV über einen seltsamen Erweiterungsplan.


Es soll also sechs Forschungsflüge pro Jahr geben, die derzeit auf dem Flughafen so nicht möglich wären. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das DLR deswegen aus Braunschweig weggehen würde, nur weil diese sechs Flüge wo anders starten müssten. Oder gibt es irgendwo eine entsprechende offizielle Aussage vom DLR?

Der Hauptprofiteur vom Ausbau wären einige Manager von VW. Die würden ab und an einen Langstreckenflug von Waggum aus machen. - Nach Rio? - Ein Abflug von Hannover ist angeblich nicht zumutbar. Da hat Herr Manlik die lange Fahrzeit mit dem "Bus" nach Hannover angesprochen. Er als Aufsichtsrat der Verkehrs AG kann die Strapazen einer Busfahrt natürlich besonders gut nachvollziehen.

Von der zusätzlichen Ansiedlung von Unternehmen nach dem Ausbau hat Herr Manlik in dem Beitrag nichts erzählt.

Da sind die 20 Millionen Euro von unseren Steuergeldern mal richtig gut angelegt!
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Gero

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BeitragVerfasst am: 24.10.2009, 13:01    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Stadtmensch » hat folgendes geschrieben:
Da sind die 20 Millionen Euro von unseren Steuergeldern mal richtig gut angelegt!


Ich hänge nicht an dieser verlängerten Landebahn und von mir aus könnte das Projekt gern gekippt werden. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass das Bundesverwaltungsgericht die von den Gegnern beantragte Revision zulässt.
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BS-Exiter

Welfe



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BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 11:42    Taten statt Hoffnungslosigkeit Antworten mit ZitatNach oben

« Gero » hat folgendes geschrieben:
« Stadtmensch » hat folgendes geschrieben:
Da sind die 20 Millionen Euro von unseren Steuergeldern mal richtig gut angelegt!


Ich hänge nicht an dieser verlängerten Landebahn und von mir aus könnte das Projekt gern gekippt werden. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass das Bundesverwaltungsgericht die von den Gegnern beantragte Revision zulässt.


Da stimme ich Gero zu.
Auch ich hänge nicht an dieser verlängerten Landebahn und auch von mir aus könnte das Projekt gern gekippt werden. Allerdings habe ich mich kundig gemacht und dann an der Petition teilgenommen, gerade weil ich nichts davon habe, daß hier der Wald für Privatjetvergnügen abgehackt wird. Meine Kinder spielen dort. Und eben weil man nicht dran hängt, sollte man die Gelegenheit ergreifen, sich seinen eigenen Vorteil zu überlegen, was denn so eine verlängerte Startbahn wirklich für einen selbst bringt. Bringt sie nichts oder nimmt sie uns einen Teil unserer eigenen Lebensqualität, kann man ja was dagegen tun.

Man unterschreibt und unterstützt die Petition und spendet für das Revisionsverfahren, das der Nabu für uns alle führt, statt hier zu Bangen oder hoffnungslos zu sein oder abzuwarten, daß eventuell die Revision nicht durchgehen würde. Wenn man mal was mit zu entscheiden hat, dann sollte man das auch tun, statt abwarten.
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 14:50    Re: Taten statt Hoffnungslosigkeit Antworten mit ZitatNach oben

« BS-Exiter » hat folgendes geschrieben:
Man unterschreibt und unterstützt die Petition und spendet für das Revisionsverfahren, das der Nabu für uns alle führt, statt hier zu Bangen oder hoffnungslos zu sein oder abzuwarten, daß eventuell die Revision nicht durchgehen würde. Wenn man mal was mit zu entscheiden hat, dann sollte man das auch tun, statt abwarten.


Im Unterschied zu dir ist mir die Kreissäge im Querumer Forst keine Herzensangelegenheit. Mein inneres Engagement ist somit begrenzt!
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Peter

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BeitragVerfasst am: 01.11.2009, 15:13    Ab morgen will man abholzen Antworten mit ZitatNach oben

Wichtige Info für alle

Es ist heute (Sonntag) Morgen ein sog. "Harvester" (das sind diese Baum-Abschneide und Zerlegmaschinen) auf der Straße von Bienrode in Richtung Waggum – mit Polizei und Blaulicht - gesehen worden. Bisher konnte leider nicht festgestellt werden, wo er abgestellt wurde.

Es ergeht also die Bitte an alle um erhöhte Aufmerksamkeit im Querumer Forst und Umfeld.

Es ist auch bekannt ist, dass bereits ein Auftrag zum Fällen von 6.000 (nicht 60.000) Bäume erteilt worden ist. Das würde ungefähr der Fläche für die Hindernisfreiheit entsprechen. Dies würde zwar der von der Flughafengesellschaft gemachten Zusage, bis Ende November keine vollendeten Tatsachen zu schaffen, widersprechen, aber wir kennen ja die Argumentation mit der Hindernisfreiheit. Aus Kostengründen ist es nicht vorstellbar, dass der Harvester für 1 Monat untergestellt wird.

Deswegen: morgen (Montag, 2.11.09) früh um 06:00 h mit Warnweste wieder im Wald treffen,
und zwar am Waldrand bei der Befeuerungsanlage.

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Peter

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BeitragVerfasst am: 02.11.2009, 15:28    keine Ruhe geben, mit und ohne exciter Antworten mit ZitatNach oben

Ja, schade, Exciter, aber vielleicht klappt es ja das nächste mal.

Hier, für Dich an Deinem Arbeitsplatz, noch etwas Aufklärendes:
Verwickeln wir weiterhin die Verantwortlichen für den geplanten Umwelt-Frevel in ihre tollen Sprüche. Die Flughafenausbau-Befürworter dürfen jetzt keine Ruhe bekommen.
Aus der BI Flughafen dazu folgende aufschlussreichen Dokumente zu grünen Ansprüchen und herber Bruchlandung in der Realität:

Zitat:
Tun Sie etwas für den Erhalt der 60.000 Bäume des Querumer Forsts
Lesen Sie

VOLKSWAGEN - In einer Randgesellschaft
Die Plünderung des Amazonasgebietes und die VOLKSWAGEN - Fazenda


und beachten Sie:

* Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz wurde im November 2000 als umweltfreundliches Unternehmen nach dem "Ökostandard" ISO 14001 zertifiziert. Die Presseerklärung verweist dazu insbesondere auf die "Selbstverpflichtung des DLR, negative Auswirkungen seiner Aktivitäten auf die Umwelt stetig zu minimieren." Weiter heißt es: "Umweltschutz ist seit Jahren wesentlicher Bestandteil der Arbeiten des DLR."

* Nachhaltigkeitsbericht 2007/2008 der Volkswagen AG: "Nicht zuletzt sind wir im Sinne der Nachhaltigkeit aufgefordert, unsere Verantwortung für die Erhaltung der Umwelt ernst zu nehmen" meint darin Prof. Dr. Martin Winterkorn.

* Wolfsburger Nachrichten vom 29.6.2009: "Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn habe den Wunsch geäußert, VW zum grünsten Automobilbauer der Welt zu machen. Für dieses Ziel werde hart gearbeitet. "Dass der Umweltaspekt wichtig ist, hat bei VW bereits eine lange Tradition", so Damme. "Jetzt wollen wir auch noch die letzten fünf Prozent herausholen."

Vergleichen Sie das Gelesene mit der geplanten Fällung von 60.000 Bäumen vor der Haustür der Volkswagen AG. Wut und Enttäuschung? Schreiben Sie an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und an die Volkswagen AG sowie an den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Dr. Christian Wulff !


Und wenn Du über die Aktivitäten am Wochenende informiert sein willst, nur mal so, weil Dich die Braunschweiger Zeitung da wieder mal nicht so gut informiert hat:
>>>Unterschriftenübergabe zum Erhalt von 60000 Bäumen vor der Schloss-Attrappe <<< am vergangenen Samstag.

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Gero

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BeitragVerfasst am: 02.11.2009, 18:19    Re: keine Ruhe geben, mit und ohne exciter Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Die Flughafenausbau-Befürworter dürfen jetzt keine Ruhe bekommen.


Es ist zu hoffen, dass sich nach der zu erwartenden Landebahnverlängerung ein touristischer Flughafenbetrieb entwickelt, wie das z.B. bei Magdeburg, Lübeck, Münster/Osnabrück oder auch - eingeschtänkter - Kiel der Fall ist. Dann würde sich die verlängerte Landebahn langfristig auszahlen.
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Violiahartz4

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BeitragVerfasst am: 02.11.2009, 19:08    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Is klar Gero,
Victoria Beckham kommt dann mit der A380 und schwerem Gepäck um in der Mall einzukaufen Laughing und VW kann seine Werke in größeren Stücken nach Russland transportieren klatschen

Oder dachtest Du eher an Urlaubscharterflüge? Board

Violiahartz4

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Die Lakaien der Wirtschaft und die Wirtschaft selbst, sind die wahren Schmarotzer, deshalb rufen sie auch lauthals: "Haltet den Dieb" , damit niemand merkt, dass sie die wahren Diebe sind!!
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Gero

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BeitragVerfasst am: 02.11.2009, 19:39    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Violiahartz4 » hat folgendes geschrieben:

Oder dachtest Du eher an Urlaubscharterflüge?


An die dachte ich und an Zubringerflüge zu den großen Flughäfen Deutschlands!
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Flieger

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BeitragVerfasst am: 03.11.2009, 04:34    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Regelmäßiger Charter- oder Zubringerverkehr von Braunschweig aus ist Schwachsinn, und zwar nicht nur ökologisch, sondern vor allem ökonomisch.

Wenn ein Charter-Unternehmen oder eine Kurzstrecken-Fluglinie vor der Tür stehen und einen Ausbau verlangen würde, dann könnte der Steuerzahler sicherlich nachdenken, ob sich die Investition in einen Ausbau für ihn lohnen würde. So ein Unternehmen gibt es aber nicht. Die können und müssen nämlich rechnen. Ganz im Gegensatz zu den Politikern, die nur fremdes Geld ausgeben.

Provinzflughäfen - so einer ist Braunschweig aus der Sicht eines Reiseveranstalters nun einmal - lohnen sich nur, wenn man keine nennenswerten Lande- und Abfertigungsgebühren zahlen muß. So ähnlich wie die Ryanair-Flieger an ihren Provinz-Stützpunkten immer vom Steuerzahler subventioniert werden, während andere Nutzer am gleichen Flughafen für die gleiche Leistung kräftig zur Kasse gebeten werden. Wie man es auch betrachtet, ist es also ökonomisch für den Steuerzahler sinnvoller, nach Hannover zu fahren.

Daß der Flughafen ausgebaut wird, liegt m.E. an dem Wunsch des VW-Flugbetriebs nach mehr Komfort und Bequemlichkeit. Alle anderen Argumente lösen sich bei näherer Betrachtung in Luft auf.

Für das alte Forschungsflugzeug ATTAS gibt es - insbesondere für die Triebwerke - keine Ersatzteile mehr, da der Hersteller schon lange nicht mehr existiert. Die aufgekauften Restbestände gehen zur Neige. Es ist schon seit mindestens fünfzehn Jahren absehbar, daß nach soundsoviel Flugstunden ein Nachfolger her muß. Insofern war die Entscheidung für den A320 nicht verkehrt, auch weil man natürlich ein halbwegs modernes Flugzeug auf dem Stand der Technik braucht, um die Forschung weiter voranzubringen. Mit den zig Millionen Euro zusätzlichen Investitionen für den Neubau eines größeren Hangars, dem Ausbau des Vorfeldes und Zubringers, sowie dem Umzug des ATTRA-Managements nach Braunschweig hat das DLR eine Entscheidung für den Standort getroffen, lange bevor das Gerichtsurteil da war.

Deshalb erscheint mir die Gefahr der Arbeitsplatz-Abwanderung für den Fall, dass der Flughafen nicht ausgebaut werden würde, nicht sehr hoch. Für die paar Flüge pro Jahr mit größerer Flugmasse, die von Braunschweig aus dann nicht mehr durchgeführt werden könnten, möchte ich als Steuerzahler nicht einen Ausbau finanzieren. Das lohnt sich unterm Strich doch nicht. Da ist es mir lieber, ich finanziere dem DLR indirekt über meine Steuern ein paar Ferry- oder Tankflüge nach Hannover zusätzlich.

Alle anderen Anrainer haben nichts mit großen Flugzeugen zu schaffen. Selbst wenn Aerodata einen Kunden hätte, der ein großes Flugzeug umgebaut haben möchte, dann gäbe es keinen Grund, warum man nicht mit fast leerem Tank ohne Passagiere hier startet oder landet und einen Zwischenstopp in Hannover einplant. Die Zusatzkosten fallen im Vergleich zu den Umbaukosten völlig unter den Tisch.

Der neue Jet von New Yorker schafft seine Langstreckenflüge nach Asien auch von der angeblich viel zu kurzen Bahn in Braunschweig.

Zusammengefasst:

Charter- und Zubringerverkehr: Gab's schon, lohnt sich nicht, Wunschdenken der Bürger, ökonomisch unrealistisch

DLR-Forschungsflugzeug: Tatsächlicher Bedarf nicht nachgewiesen

Andere Flughafen-Anrainer: Kein echter aktueller Bedarf, allenfalls vage Wunschszenarien für die ferne Zukunft

VW-Flugbetrieb: Könnte komfortabler und schneller die Vorstandsetage ans Ziel bringen, Zwischenlandungen einsparen. Da VW täglich mehrere Flüge durchführt (nicht wie das DLR alle drei Wochen ein paar wenige), ist dieses Argument als einziges valide.

Persönliche Meinung dazu: Sollen sie den Ausbau doch selbst bezahlen, wenn das sensible und Komfort-verwöhnte Management nicht mit Zwischenlandungen leben kann. Von mir aus können sie auch einen eigenen VW-Flughafen in Wolfsburg errichten. Dann wird ein Golf halt noch ein paar Euro teurer. Der Kunde wird ja nicht gezwungen, einen zu kaufen. Nur die Allgemeinheit sollte das ganz sicher nicht bezahlen. Sie hat ja nichts davon.
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 03.11.2009, 10:56    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Wenn die Start- und Landebahn erst einmal lang genug ist, wird auch der Flugverkehr zunehmen. Warum sollte man sonst so ein teures Bauvorhaben durchführen?

Z.B. nach Syrien: http://www.newsclick.de/servlet/BV2/11105884/INCL.pdf
oder nach Kreta http://www.flughafen-braunschweig-wolfsburg.de/pdf/kreta.pdf
oder nach Kroatien http://www.flughafen-braunschweig-wolfsburg.de/pdf/Kroatien.pdf

Flieger, grüß mir die Sonne ...

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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 03.11.2009, 19:50    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Flieger » hat folgendes geschrieben:
Regelmäßiger Charter- oder Zubringerverkehr von Braunschweig aus ist Schwachsinn, und zwar nicht nur ökologisch, sondern vor allem ökonomisch.


Ob Charterflüge von Braunschweig aus ökonomisch sinnvoll sind, sollten wir doch die Unternehmen selbst entscheiden lassen, anstatt uns deren Kopf zu zerbrechen.
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Flieger

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BeitragVerfasst am: 03.11.2009, 20:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« tripledot » hat folgendes geschrieben:

Wenn die Start- und Landebahn erst einmal lang genug ist, wird auch der Flugverkehr zunehmen. Warum sollte man sonst so ein teures Bauvorhaben durchführen?


Du verbreiterst auch deine Einfahrt und hoffst, daß dann demnächst ein größeres Auto da steht? Komische Logik: "Die würden das ja nicht machen, wenn es nicht sinnvoll wäre".

« tripledot » hat folgendes geschrieben:

Ob Charterflüge von Braunschweig aus ökonomisch sinnvoll sind, sollten wir doch die Unternehmen selbst entscheiden lassen, anstatt uns deren Kopf zu zerbrechen.


So lange sie die gleichen Preise zahlen wie alle anderen, können wir das gerne so handhaben. Künstlich anlocken durch Dumpingpreise zählt aber nicht. Nächste Frage: Wieviele Leserreisen muß die Braunschweiger Zeitung pro Jahr anbieten, damit sich der Ausbau finanziell lohnt?
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