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 Initiative "Fünf für Braunschweig"
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LordSchadt

Jung Welfe



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BeitragVerfasst am: 16.08.2009, 15:21    Initiative "Fünf für Braunschweig" Antworten mit ZitatNach oben

So, ich eröffne mal ein neues Thema, das ich persönlich für wichtig halte, wenn sich Braunschweig für den Titel "Kulturhauptstadt 2020" bewerben möchte.

Die Idee ist einfach: Wie in der Stadt Leipzig sollen zukünftig fünf Prozent des Kulturetats für die Freie Kulturszene verwendet werden, um das kulturelle Leben in Braunschweig zu bereichern.

Informationen über das Leipziger Modell, das ich für zukunftsweisend halte, findet man hier:
http://www.fuenf-fuer-leipzig.de/

Es gibt viele Fragen, die noch zu klären sind, deswegen stelle ich das Modell hier erstmal zur Diskussion.

Offene Fragen sind zum Beispiel:
- Sollte man lieber zehn Prozent als fünf Prozent fordern? Strategisch wäre es sinnvoll, andererseits wird man zehn Prozent in Braunschweig kaum durchsetzen können ...
- Welche Vereine und Veranstaltungen gehören zur Freien Kulturszene? (Sommerlochfestival? Nexus? LOT-Theater? Komödie am Altstadtmarkt? DGB-Jugend? Café Sub? Riptide? ... ... ...)
- Wie wird der Übergang geregelt? In Leipzig wurde mit 2,5 Prozent begonnen und der Etat wird jährlich um 0,5 Prozent des Gesamtkulturetats erhöht. Eine ähnliche Regel wäre auch in Braunschweig sinnvoll, da eine Umverteilung auch gleichzeitig eine Kürzung der städtischen Kulturträger (z.B. Staatstheater) bedeutet.

Die wichtigste Frage ist sicherlich, wie man das Modell in Braunschweig politisch durchsetzen kann. In Gesprächen mit Braunschweiger Musikern und Schriftstellern wurde mir große Unterstützung signalisiert. Von Seiten der Politik hängt es vermutlich davon ab, wie man die CDU- und FDP-Fraktion im Rat überzeugen kann ...

Als "Auftakt" der Initiative, die es noch nicht gibt, aber vermutlich bald geben wird, habe ich eine Frage bei Abgeordnetenwatch an Carola Reimann und Carsten Müller gestellt.

"Sehr geehrte Frau Reimann,

viele Braunschweiger Kulturschaffende aus der freien Kunstszene beschweren sich seit Jahren über mangelnde Kulturförderung in Braunschweig. Mit vielen Veranstaltungen, Kursen und Workshops leistet die Freie Szene einen unverzichtbaren Beitrag für die Lebensqualität in unserer Stadt. Zahlreiche Kulturvereine und Künstler sind jedoch aufgrund dieser Unterfinanzierung in ihrer Existenz gefährdet und mit ihnen auch das Kulturleben unserer Stadt.

In Leipzig konnte die Initiative "Fünf für Leipzig" durchsetzen, dass fünf Prozent des städtischen Kulturetats für die Freie Kultur-Szene eingesetzt wird:
http://www.fuenf-fuer-leipzig.de/

In Braunschweig ist eine ähnliche Initiative derzeit in Planung, deshalb meine Frage:
Unterstützen Sie die Forderung, dass fünf Prozent des städtischen Kulturetats zukünftig für die Freie Kulturszene verwendet werden?

Vielen Dank für eine schnelle Antwort,
Dirk Schadt"
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Haanrich

Welfe





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BeitragVerfasst am: 17.08.2009, 08:44    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Es ist ein kaum lösbares organisatorisches Problem.

5% sind durchaus eine Menge Geld - wer verteilt die nach welchen Kriterien?

Hoffmann, der sich solche Entscheidungen gerne selbst vorbehält (warum sollte er nicht, schließlich ist er der mehrheitlich gewählte Oberbürgermeister?), würde vielleicht eher Brauchtumspflege mit dem Geld betreiben und Trachtengruppen damit beglücken.

Laczny neigt vielleicht eher zur Lebensfreude und würde stattdessen vielleicht lieber mit go-go-girls-Truppen amüsieren (sicher ein harter Job, warum sollten die kein Geld dafür bekommen?)

Wenn Du entscheiden könntest, würdest Du damit vielleicht eher brotlose HBK-Künstler bezahlen - vielleicht auch nicht.

Ein Verwandter von mir, der in Weimar unter Bernd Kaufmann im Kulturamt gearbeitet hatte (als Weimar Kulturhauptstadt war und dort vergleichsweise Unsummen von Geld hingeflossen sind), hatte einen freien Verein zur Förderung der freien Kulturszene (mit-)gegründet, der dort einiges auf die Beine gestellt und organisiert hatte.

Dieser Verein, der einiges an Sach- und Organisationskompetenz bewiesen hatte, wurde dann später vom Thüringer Kultusministerium beauftragt und mit Mitteln versehen, um die freie Kulturszene zu fördern - weil auch so ein Kultusministerium sich an der heiklen Verteilung nicht gerne die Finger verbrennt (und sich selbst auch nur beschränkt für kompetent hält).

Es gibt keinen verbindlichen Kulturbegriff.

Wenn Du da das Füllhorn der Fortuna mit einigen zig-tausend Euro über Braunschweig ausstreust, wird das leicht
- entweder willkürlich, oder, wenn Du das Geld nach festen, formalen Gerechtigkeitskriterien korrekt anteilig verteilst,
- erstickst Du leicht in Bürokratie.

Es ist sehr schwer, das zufriedenstellend zu organisieren und allseits zufriedenstellend geht das wahrscheinlich überhaupt nicht.

Haanrich
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LordSchadt

Jung Welfe



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BeitragVerfasst am: 17.08.2009, 11:55    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Haanrich » hat folgendes geschrieben:

Es ist sehr schwer, das zufriedenstellend zu organisieren und allseits zufriedenstellend geht das wahrscheinlich überhaupt nicht.


Das sehe ich ganz genau so. Die Idee mit einem Kulturverein, der sich darum kümmert, finde ich auch gut, da eine Person mit so einer Aufgabe immer überfordert ist ...

Insofern braucht man meines Erachtens ein Gremium, das über die Anträge entscheidet und vielleicht aus sieben Kulturschaffenden der Stadt besteht. Außerdem muss sicher gestellt werden, dass das Geld möglichst breit gestreut wird, also alte Menschen gefördert werden (z.B. Rost), junge Menschen (z.B. FiBS-Aktionen), Independent-Kultur (z.B. Nexus), Brauchtumspflege (z.B. Vertriebenenverbände) und viele weitere (z.B. Crazy Puppets).

"Feste, formale Gerechtigkeitskriterien" wird man hierbei leider kaum finden können, da Kulturförderung - auch jetzt schon - niemals gerecht laufen kann. Meines Erachtens geht es eher darum, die jetzige Ungerechtigkeit zu verringern, nämlich dass viel Geld von unten nach oben fließt und dass mehr Menschen mehr "Kultur" ermöglicht wird.

Um Bürokratie zu verhindern, halte ich daher eher weiche Kriterien für angemessen, darunter stelle ich mir zum Beispiel vor:
- "Hilfe zur Selbsthilfe" und Anschubfinanzierung hat Vorrang. Ein Projekt, das Aussicht hat, sich zukünftig selbst zu tragen, soll vorrangig gefördert werden.
- Pressearbeit soll Teil des Projektes sein, damit es möglichst viele Menschen erreicht und zum Stadtbild beiträgt.
- Die Projekte sollen insgesamt ein möglichst breites Spektrum an "Kultur" zeigen, also vom "brotlosen HbK-Künstler" über Tango im Park bis zum Musikzug Leiferde.

Der Blick über den Tellerrand hinaus zeigt, dass es in Städten wie Leipzig und Weimar schon funktioniert. In Leipzig sind letztes Jahr mehr als 230 Anträge sind dafür eingegangen und knapp 150 Projekte bekamen 2008 eine Förderung aus dem Etat für freie Projekte in Leipzig.

Ob die fünf Prozent jedoch ausreichen, um der Freien Kulturszene wirklich zu helfen, sei erstmal dahingestellt. Vielleicht wäre eine langfristige Einführung über 14 Jahre sinnvoll, bei der im ersten Jahr 3 Prozent bereitgestellt werden, dann jedes Jahr 0,5 Prozent mehr, bis man nach 14 Jahren bei 10 Prozent angekommen ist, unter dem Vorbehalt, dass nach fünf Jahren Bilanz gezogen wird und geschaut, ob man die gewünschten Wirkungen erzielt hat.
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Haanrich

Welfe





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BeitragVerfasst am: 17.08.2009, 12:49    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Es wäre möglich, dass in Braunschweig die 10% Förderungsquote auch schon überschritten wird.

Zuschüsse zu kulturellen Projekten und Institutionen belaufen sich auf ca. 1,3 Millionen, für das Staatstheater - und das ist wohl der weitaus größte Brocken - beläuft sich der Zuschuss auf über 8 Mio.

Soweit ich weiß, unter 10.000,- Euro der Zahlungsposten ist Angelegengheit laufende Verwaltung, d. h. Hoffmann entscheided, wer welche Zuschüsse bekommt und wer nicht. Über 10.000,- Euro entscheidet der Rat. Die Grenzwerte könnten geändert werden, sonst wird man aber kaum etwas ändern, weil der Rat die Finanzhoheit hat, und das heißt konkret, dass eine Ratsmehrheit sich dann immer durchsetzen kann, ggf. auch den eigenen Geschmack oder die eigene Geschmacklosigkeit.

Mein Fall war ja etwas anders - Kultur ist Landeshoheit ... und da ging es um Landesförderung. Ich weiß nicht wieweit das Land die freie Kultur hier fördert und nach welchen Kriterien. Ich erinnere mich nur, dass Frau Steinmetz in einem Leserbrief beklagte, dass Braunschweig - auch für die Otto-Ausstellung im Landesmuseum (nicht die Events drumherum) - vom Land verhältnismäßig viel zu wenig bekommen habe oder bekäme.

Haanrich
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 17.08.2009, 13:10    Re: Initiative "Fünf für Braunschweig" Antworten mit ZitatNach oben

« LordSchadt » hat folgendes geschrieben:

... sollen zukünftig fünf Prozent des Kulturetats für die Freie Kulturszene verwendet werden, um das kulturelle Leben in Braunschweig zu bereichern.


Das ist für mich ein Widerspruch in sich, denn wenn die "freie" Kulturszene Staatsgelder erhält, ist sie natürlich nicht mehr "frei".

Früher war die freie Kulturszene stolz darauf, anders als die staatliche "Hochkultur" ohne "Staatsknete" auszukommen und so sollte das auch bleiben. Die Freie Kulturszene muss sich um Sponsoren bemühen und im übrigen so attraktive Produktionen bieten, dass sie sich durch Zuspruch des Publikums trägt. Ist das nicht der Fall, so haben Freie ihre Daseinsberechtigung verloren.

Nach welchen Kriterien "Freie" Steuergelder erhalten sollten, ist ohnehin völlig zweifelhaft. Wer soll das entscheiden und nach welchen Maßstäben? Ferner müssen Staat oder die Kommune natürlich die ordnungsgemäße Verwendung der Zuschüsse prüfen, wozu sie gesetzlich verpflichtet sind, da es sich um Steuergelder handelt.

Das Staatheater Braunschweig zählt hingegen zur so genannten "Hochkultur" und ist durch einen Staatsvertrag zwischen dem Land Niedersachsen und der Stadt Braunschweig gesetzlich verankert. Danach trägt das Land rund 2/3, die Stadt !/3 des anfallenden Fehlbetrags. Damit ist die Stadt hervorragend bedient, denn in Städten wie Kiel, Münster, Osnabrück, Augsburg, Freiburg, Köln, Regensburg, Düsseldorf, Dortmund, Lübeck und zahlreichen anderen Theaterstädten müssen die Kommunen nahezu allein für ihr "Stadtheater" aufkommen und die vollen Kosten tragen. Bei einem Dreispartenbetrieb sind das leicht 30 Millionen Euro und mehr, je nach Größe des Hauses.

Als Rechtfertigung ist nicht nur einzuräumen, dass es bereits seit 1690 ein Opernhaus in Braunschweig gibt - also seit über 300 Jahren - sondern auch rund 250 000 Besucher jedes Jahr ins Staatstheater strömen. Damit hat diese Institution ihrte Daseinsberechtigung hinlänglich bewiesen.

Das Staatsorcheser Braunschweig schließlich wurde bereits im 16. Jh. als Hofkapelle in Wolfenbüttel gegründet und ist seit der Eröffnung des ersten Opernhauses 1690 ebenfalls in Braunschweig präsent. Die Konzerte des Staatsorchesters in der Stadthalle werden alljährlich von rund 30 000 Menschen besucht.

Gegenüber vergleichbaren Staatstheatern wie Karlsruhe oder Wiesbaden ist das Staatstheater Braunschweig finanziell erheblich schlechter gestellt und konnte in den letzten Jahren wegen Sparvorgaben des Landes zahlreiche Planstellen im Orchester, Chor und Ballett nicht mehr besetzen. Der künstlerische Standard ist nur noch mit Mühe zu halten, sodass eine Kürzung von Zuschüssen zugunsten einer "freien Kulturszene" völlig abwegig und utopisch ist. Schon jetzt streiken auf dem Burgplatz die Bühnenarbeiter, weil die Löhne und Gehälter abgesenkt werden sollen (müssen).

Die Freie Kulturszene muss also, wie sie es stets auf ihre Fahnen geschriben hat, ohne "Staatsknete" und Steuergelder auskommen und sich durch tolle Produktionen und Sponsoren durch Publikumsgunst selbst tragen. So funktioniert das auch im anglo-amerikanischen Raum, warum nicht auch hier?
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LordSchadt

Jung Welfe



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BeitragVerfasst am: 17.08.2009, 14:05    Re: Initiative "Fünf für Braunschweig" Antworten mit ZitatNach oben

« Gero » hat folgendes geschrieben:
Das ist für mich ein Widerspruch in sich, denn wenn die "freie" Kulturszene Staatsgelder erhält, ist sie natürlich nicht mehr "frei".


Stimme Dir zu, allerdings ist dies kein echter Widerspruch, da es von der Definition von "Freier Kulturszene" abhängt. Wenn Du einen besseren Begriff hast, nehme ich ihn gerne. Im übrigen bezeichnen sich schon seit längerem viele Institutionen in BS als "Freie Kulturträger", auch wenn sie Fördermittel der Stadt erhalten, z.B. die Brunsviga, das Filmfest und das LOT-Theater.

« Gero » hat folgendes geschrieben:
Früher war die freie Kulturszene stolz darauf, anders als die staatliche "Hochkultur" ohne "Staatsknete" auszukommen und so sollte das auch bleiben. Die Freie Kulturszene muss sich um Sponsoren bemühen und im übrigen so attraktive Produktionen bieten, dass sie sich durch Zuspruch des Publikums trägt. Ist das nicht der Fall, so haben Freie ihre Daseinsberechtigung verloren.


Erstens kann man die "freie Kulturszene" nicht in einen Topf werfen, zweitens würde Deine Forderung zu einem Verlust der Daseinsberechtigung der Brunsviga, des Filmfestes, des Arbeitskreises Andere Geschichte und des Museums für Photographie führen (s.u.).

« Gero » hat folgendes geschrieben:
Ferner müssen Staat oder die Kommune natürlich die ordnungsgemäße Verwendung der Zuschüsse prüfen, wozu sie gesetzlich verpflichtet sind, da es sich um Steuergelder handelt.


Jupp, ordnungsgemäße Belege, wofür die Mittel verwendet wurden, sind eine Grundvoraussetzung der Initiative.

« Gero » hat folgendes geschrieben:
Bei einem Dreispartenbetrieb sind das leicht 30 Millionen Euro und mehr, je nach Größe des Hauses. Als Rechtfertigung ist nicht nur einzuräumen, sondern auch rund 250 000 Besucher jedes Jahr ins Staatstheater strömen.


30 Millionen geteilt durch 250 Tausend Besucher bedeutet das jeder Besuch mit 120 Euro bezuschusst wird. Hier stellt sich für mich die Frage der Verhältnismäßigkeit. Indirekt bedeutet dies, dass eine Edeka-Verkäuferin mit ihren Steuergeldern das Vergnügen von wenigen Reichen subventioniert, die sich die 24. Vorstellung von der Fledermaus anschauen möchten.

« Gero » hat folgendes geschrieben:
Damit hat diese Institution ihrte Daseinsberechtigung hinlänglich bewiesen.


Daseinsberechtigung ist ein ekliges Wort, ich stimme Dir trotzdem eindeutig zu. Die Frage der Finanzierung hingegen ist eine andere, da ich denke, dass eine teilweise Einführung des anglo-amerikanischen Modells hier auch sinnvoll wäre, sprich: Suche nach Förderern & Sponsoren, publikumsfreundlicheres Angebot, etc. Möglichkeiten gibt es viele.

Um die Probleme der "Freien Kulturszene" aufzuzeigen, hier noch ein Aufruf, der vor einiger Zeit per Postkarte in Braunschweig verteilt wurde:

"Kein Kulturkahlschlag in Braunschweig

Die geplanten Kürzungen im Kulturbereich stellen für alle betroffenen freien Kulturträger eine reale Bedrohung ihrer Existenz dar, da sie laufende Kosten für Mitarbeiter und Räume betreffen.

Wir sagen: Braunschweigs Attraktivität als Kulturstadt wie als Wirtschaftsstandort steht auf dem Spiel, wenn die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt stirbt. Auf längere Sicht kosten die geplanten Einsparungen mehr als sie uns kurzfristig einbringen.

Wir bitten den gewählten Rat der Stadt und den Oberbürgermeister daher, mit den über Jahre gewachsenen und mit viel unbezahlter und bezahlter Arbeit aufgebauten Institutiomen verantwortungsbewusst umzugehen.

Die kulturelle Vielfalt Braunschweigs ist ihr Reichtum und macht unsere Stadt l(i)ebenswert!"

Unterzeichner waren: Arbeitskreis Andere Geschichte, Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Brunsviga, Figurentheater Fadenschein, filmfest, Jugendkunstschule buntich, L.O.T. Theater, Museum für Photographie und weitere.

Insofern sehe ich den Leipziger Forderungskatalog als gelungenes Beispiel:
http://www.fuenf-fuer-leipzig.de/die-zukunftskampagne/unsere-forderungen/der-gesamte-forderungskatalog/
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