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 Sommerlochfestival
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 26.07.2008, 19:55    Sommerlochfestival Antworten mit ZitatNach oben

Seit über 15 Jahren findet nun das "Sommerlochfestival" statt, das Schwulen und Lesben die Möglichkeit gibt, sich einer breiten Öffentlichkeit darzustellen - mal schrill, mal nachdenklich und Respekt vor anderen Lebensentwürfen einfordernd.

Nahezu alle im Rat vertretenen Parteien haben heute - am Samstag - Stände aufgebaut und machen tausende von Festivalbsuchern mit ihren Parteibeschlüssen und Aktivitäten zur Gleichstellung bekannt. SPD, GRÜNE, Die Linke, die BIBS, alle sind vertreten, was ich wirklich lobenswert finde.

Doch wer fehlt konstant?

Es ist wirklich mehr als traurigt, dass die CDU auf all diesen Festivals durch Abwesenheit glänzt und so ihre Intoleranz und spießbürgerliche Beklommenheit zu diesem Thema dokumentiert.

Es sollte OB Hoffmann doch möglich sein, in seiner Schar einige Leute zu finden, die eine tolerante Einstellung der CDU zu schwulen und lesbischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen haben. Und die der Öffentlichkeit vermitteln können, dass sie dafür auch einstehen!!!

Wenn das der Braunschweiger CDU nicht möglich ist, stellt sie sich ein überaus kleinbürgerliches und miefiges Armutszeugnis aus. Übrigens: Unsere Bundeskanzlerin - bekanntlich CDU Laughing , hat hier einen erheblich weiteren und toleranteren Horizont.
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Stadtmensch

Welfe




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BeitragVerfasst am: 26.07.2008, 20:13    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Was ist mit der FDP oder gibts die nicht mehr in BS?
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Peter

Bürger




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BeitragVerfasst am: 27.07.2008, 11:37    Verstoss gegen das Versammlungsrecht ? Antworten mit ZitatNach oben

Zu den Beobachtungen von Gero und Stadtmensch kann ich folgende Hintergrundinformation beisteuern:

Die Stadt durfte auf Anweisung von Hoffmann kein Grußwort halten.
Hintergrund war Hoffmanns Bestreben, den Burgplatz nicht mehr für derart Veranstaltungen freizugeben; die Veranstalter sollten zum Eiermarkt (zurück)versetzt werden.

Diese Bevormundung wurde nun quasi unterlaufen, indem die Veranstalter nicht unter "Fest/Veranstaltung" über städtisches Sondernutzungsrecht beim Stadtmarketing vorstellig wurden, sondern über das grundgesetzliche Demonstrations- und Kundgebungsrecht anmeldeten.

Die auf diese Weise dargebotene Stirn und mangelnde Unterwürfigkeit wurmt natürlich Hoffmann, der seine Verwaltungsleute daraufhin angewiesen hat, die diesjahrigen Sommerlochaktivitäten auf dem Burgplatz letzten Freitag und Samstag genau unter die Lupe zu nehmen.

Am Montag erwartet nun Hoffmann Rapport, um sein Nachspiel zu starten:
Mißbrauch des Versammlungsrechts und das heißt Einleitung von Ermittlungen zur Verfolgung wegen Ordnungswidrigkeit gegen die Veranstalter des CSD.

@ Stadtmensch: Die FDP war mit einigen "Julis" sogar in angemieteter fester Bude rücklinks zum Burggraben präsent.
Die CDU war nicht da, was auf obiger Hintergrundfolie zwar zu erwarten war - politisch und gesellschaftlich aber völlig unabzeptabel ist für Vertreter einer offenen und emanzipierten Bürgergesellschaft.

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Gero

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BeitragVerfasst am: 27.07.2008, 11:55    Re: Verstoss gegen das Versammlungsrecht ? Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:

Die auf diese Weise dargebotene Stirn und mangelnde Unterwürfigkeit wurmt natürlich Hoffmann, der seine Verwaltungsleute daraufhin angewiesen hat, die diesjahrigen Sommerlochaktivitäten auf dem Burgplatz letzten Freitag und Samstag genau unter die Lupe zu nehmen.


Ich mag das kaum glauben!

Gerade unser OB feilt so gern am "Großstadtimage" der Stadt Braunschweig und lässt bei Ratssitzungen kaum eine Gelegenheit aus, "Kleinstadtpolitik" zu kritisieren.

Gerade unser OB sollte wissen, dass Aktivitäten im Bereich schwuler Subkultur zu den unverzichtbaren Merkmalen echter Großstädte zählen. Er führt dabei so gern seine Berliner Herkunft an - die positive Schwulen- und Lesbenpolitik Berlins sollte ihm also Vorbild sein.

Ein "Grußwort" unseres OB ist entbehrlich und niemand verlangt von ihm, dass er Schwule und Lesben lieben lernt. Aber zur Großstadt gehört heutzutage auch eine tolerante und offene Politik gegenüber solcher Subkultur. Es gibt inzwischen Konzerne - z.B. die "VW-Bank direkt" mit Stand auf dem Burgplatz (und andere Weltunternehmen ohnehin) - die mit ihrer Offenheit hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Kultur sogar offensiv werben.

Kann unser "weltstädtischer" OB also so verbohrt sein? Das mag man wirklich kaum glauben! Sad
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Braunschweiger

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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 09:22    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Um mal kätzerisch an das Thema zu gehen:

Wieso ist das unverzichtbare Merkmal einer Großstadt Aktivität im schwul-lesbischen Bereich?

Ich habe das Gefühl, daß es von vielen lediglich als "chic" und "inn" angesehen ist Schwul oder lesbisch zu sein. Da muß "man" doch mitziehen.
Aber der tiefere Sinn dieser Einstellung verkommt dabei, z.B. Hetero und Homo in der Evolutionsgeschichte.

Warum werden zum Beispiel Personen kritisiert, die diese Orientierung nicht in Ordnung finden und ablehnen ?

Für meinen Geschmack wird da sehr viel Populismus seitens der schwulen und lesben betrieben. Und wenn ich es nicht gut finde, bin ich intolerant.

Muß der Mensch alles gut finden was anderen Menschen für vorleiben und Meinungen haben?

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Peter

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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 10:40    Kritik ? Oder doch vielmehr Diskriminierung ? Antworten mit ZitatNach oben

« Braunschweiger » hat folgendes geschrieben:
...

Warum werden zum Beispiel Personen kritisiert, die diese Orientierung nicht in Ordnung finden und ablehnen ?

Für meinen Geschmack wird da sehr viel Populismus seitens der schwulen und lesben betrieben. Und wenn ich es nicht gut finde, bin ich intolerant.

Muß der Mensch alles gut finden was anderen Menschen für vorleiben und Meinungen haben?


Mensch "Braunschweiger". Du kannst doch nicht einen Menschen für die sexuelle Orientierung "kritisieren" wollen; das liegt selbst im Verfassungsrang auf der Ebene des Diskriminierungsverbots z.B. wegen Hautfarbe und Religion.

Das Diskriminierungsverbot ist nun mal die existentielle Grundlage des bürgerlich demokratischen Zusammenlebens - ohne Wenn und Aber !

Das Zusammenleben ohne Diskriminierung ist eine Errungenschaft der bürgerlichen französischen Revolution, deren Prinzipien auch in Braunschweig unter französischen Einfluss seit 1807 Einzug hielten.

Das Infragestellen des gleichen gesellschaftlichen Zugangs im demokratischen Staatswesen und in der Öffentlichkeit generell würde uns geradewegs zurückführen in obrigkeitsstaatliche Denk- und Gesellschaftsformen, die einem aufgeklärten Bürgertums die Luft zum Atmen nehmen würden.

Es war deshalb vollkommen wichtig und richtig, die Veranstaltungen zum diesjährigen CSD auf dem Burgplatz gemäß Demonstrations- und Kundgebungsrecht durchzuführen.

Die Unterminierungen dieses Rechtes aus dem Rathaus dagegen, spricht Bände.

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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 10:46    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Braunschweiger » hat folgendes geschrieben:

Muß der Mensch alles gut finden was anderen Menschen für vorleiben und Meinungen haben?


Nein, natürlich nicht!

Hier geht es lediglich darum, Respekt und Toleranz vor anderen Lebensentwürfen zu zeigen und einer homosexuellen Minderheit Schutz zu bieten und Gleichberechtigung zu gewährleisten.

In dieser Hinsicht hatten SPD, FDP, GRÜNE und Die LINKE noch nie Probleme. Wohl aber beträchtliche Teile der CDU, die das "christliche Menschenbild" gefährdet sehen. Natürlich ist es nicht mehr geboten, so etwas öffentlich zu äußern, doch spricht die Haltung der CDU bei diesbezüglichen Gesetzesentwürfen Bände.

Dieser Riss zieht sich bis in den kirchlichen Bereich, wo die lutherischen Landeskirchen - abgesehen von wenigen Ausnahmen - eine Segnung eingetragener Partnerschaften befürworten, während die katholische Kirche dies strikt ablehnt.

Wenn also SPD, FDP, GRÜNE, Die Linke und BIBS mit Informationsständen auf dem "Sommerlochfestival" vertreten sind, und allein die CDU durch Abwesenheit glänzt, so sagt das sehr viel über ihr Verständnis von Toleranz gegenüber dieser Minderheit aus.

Weltoffene Städte wie Hamburg, Köln oder Berlin haben keine Schwierigkeiten damit, für die Belange solcher Minderheiten offensiv einzutreten - die Braunschweiger Stadtverwaltung und namentlich die CDU anscheinend schon.
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Braunschweiger

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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 11:06    Re: Kritik ? Oder doch vielmehr Diskriminierung ? Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
« Braunschweiger » hat folgendes geschrieben:
...

Warum werden zum Beispiel Personen kritisiert, die diese Orientierung nicht in Ordnung finden und ablehnen ?

Für meinen Geschmack wird da sehr viel Populismus seitens der schwulen und lesben betrieben. Und wenn ich es nicht gut finde, bin ich intolerant.

Muß der Mensch alles gut finden was anderen Menschen für vorleiben und Meinungen haben?


Mensch "Braunschweiger". Du kannst doch nicht einen Menschen für die sexuelle Orientierung "kritisieren" wollen; das liegt selbst im Verfassungsrang auf der Ebene des Diskriminierungsverbots z.B. wegen Hautfarbe und Religion.

Das Diskriminierungsverbot ist nun mal die existentielle Grundlage des bürgerlich demokratischen Zusammenlebens - ohne Wenn und Aber !

Das Zusammenleben ohne Diskriminierung ist eine Errungenschaft der bürgerlichen französischen Revolution, deren Prinzipien auch in Braunschweig unter französischen Einfluss seit 1807 Einzug hielten.

Das Infragestellen des gleichen gesellschaftlichen Zugangs im demokratischen Staatswesen und in der Öffentlichkeit generell würde uns geradewegs zurückführen in obrigkeitsstaatliche Denk- und Gesellschaftsformen, die einem aufgeklärten Bürgertums die Luft zum Atmen nehmen würden.

Es war deshalb vollkommen wichtig und richtig, die Veranstaltungen zum diesjährigen CSD auf dem Burgplatz gemäß Demonstrations- und Kundgebungsrecht durchzuführen.

Die Unterminierungen dieses Rechtes aus dem Rathaus dagegen, spricht Bände.


Ich rede auch nicht von Diskriminierung. Soll jeder machen was er will. Trotzdem muß ich diese Orientierung nicht gut finden! Oder MUSS ich?

Mir entzieht sich der Sinn solcher Veranstaltungen, wo für mehr Gleichberechtigung demonstriert wird. So etwas kann man nicht erzwingen. Und leicht bekleidete Personen, die sich gegenseitig anreizen wie auf den Paraden in Berlin, Hamburg etc. stößt nuneinmal bei einem Großteil der Bevölkerung auf Unverständnis.

Da sollten sich die Veranstalter vielleicht fragen, wieso das so ist.

Wenn ich ein heikles Thema ernsthaft an die Masse bringen will, muß ich sensibel damit umgehen und nicht so plump.

Einfach nur zu sagen, alle Welt muß etwas akzeptieren was nicht normal ist, kann nicht die Lösung sein. In diesem Fall sollten sich schwule und lesben überlegen ob ihr vorgehen so richtig ist, bevor sie eine Mehrheit kritisieren, sie sei intolerant.

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Ricarda Huch:
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Lupo

Welfe




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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 11:08    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ganz abgesehen vom Inhaltlichen und der Verknüpfung mit der Kommunalpolitik:

Die LSU (Lesben und Schwule in der Union) hatten auch einen Stand.

Lupo
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Peter

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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 11:16    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@ "Braunscheiger"
Zitat:
Wenn ich ein heikles Thema ernsthaft an die Masse bringen will, muß ich sensibel damit umgehen und nicht so plump.


Die Ausgangsfrage des Threads waren die administrativen Reglementierungen und nicht die pädagogischen Vorschläge, eigene Meinungen und Belange besser oder schlechter rüberzubringen.

Also, Braunschweiger, wie hältst Du es denn nun damit ?

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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 11:22    Re: Kritik ? Oder doch vielmehr Diskriminierung ? Antworten mit ZitatNach oben

« Braunschweiger » hat folgendes geschrieben:

Ich rede auch nicht von Diskriminierung. Soll jeder machen was er will. Trotzdem muß ich diese Orientierung nicht gut finden! Oder MUSS ich?


Nein, musst du nicht!

Eingefordert wird von dir lediglich, was seit der Aufklärung zu den Grundpfeilern humanistischen Denkens im Abendland zählt: Toleranz gegenüber anderen Menschen, auch wenn sie eine andere Hautfarbe, Religion oder sexuelle Orientierung haben.

Niemand verlangt von dir, dass du Schwule, Lesben, Schwarze oder Zebras "lieben" sollst!!! Smile
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ZILLA

Welfe



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BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 00:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Stand da nich am Sonntag was in der NEUEN BRAUNSCHWEIGER? Das die CDU (Bzw "Die Stadt") der Meinung war sie wäre nicht erwünscht. Und der OB hätte schonmal die Schirmherrschaft über das ganze übernommen und es sei der Eindruck entstanden die Schwulen und Lesben fänden es eher Amüsant wenn Politiker dort auftreten würden, als das ganze ernst zu nehmen.

Aber abgesehen davon bin ich auf Braunschweiger's Seite. Die sollen da doch gerne machen was sie wollen, aber von irgendwem zu erwarten sich darüber zu freuen oder sogar jemanden dazu zwingen, sich dort einzufinden, ist ja wohl nicht im sinne des tollen, freien schwulen/lesben-lebens, oder?

Im Grunde ist es mir vollkommen wurscht was da getrieben wird, solange ich damit in Ruhe gelassen werde. Aber das Statement in der NB wollte ich dann doch noch mal erwähnt haben.

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fredster

Jung Welfe




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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 12:23    Fakten & Meinungen - Dialog sinnvoll & notwendig Antworten mit ZitatNach oben

Moin moin Smile

Ich möchte mal folgende Punkte, an denen es immer wieder zu Missverständnissen kommt, festhalten:

a. Seitens der Veranstalter ist die Präsenz der Stadt erwünscht und erforderlich - sonst würde ja auch keine Einladung erfolgen.

b. Der OB war noch nie Schirmherr des Sommerlochfestivals. Er übersandte einige Male ein schriftliches Grußwort für das Begleitheft, sprach 2006 auf dem Eröffnungsempfang im Kulturinstitut (damals noch Die Brücke) eine Rede und empfing vor Urzeiten auf Drängen der Grünen das Organisationsteam im Altstadtrathaus - dafür wurde in weiteres Jahr hinter der Martinikirche demonstriert. Außerdem schickte er bis 2007 einen Vertreter oder eine Vertreterin um sein Grußwort auch nochmal "personifiziert" überbringen zu lassen.

Und jetzt geht's so langsam Richtung Meinung mit den Fakten:

Da bislang keine Vertreter/innen der Stadt in Plüsch-Handschellen auf die Kundgebung geführt wurden, ist es dezent übertrieben, von "Zwang" zu sprechen. Etwas zu einer politischen Notwendigkeit zu erklären und sich gegebenenfalls in eine konstruktive Diskussion darüber zu begeben ist weit entfernt von Nötigung. Wink Auch ist ein beruflicher Besuch beim Sommerlochfestival keine traumatische Erfahrung, vor der es zu schützen gelte... *schmunzel*

Das Statement in der NB ist sicherlich erwähnenswert, vor allem weil die Absage an die Veranstalter gar nichts von "die Vertreter der Stadt fühlten sich nicht gewollt" enthielt, sondern lediglich mit Bedauern mitteilen ließ, es habe sich in der großen Schar der möglichen Vertreter kein geeigneter gefunden." In diesem und den vergangenen Jahren haben sich nach meinem Augenschein die Dezernenten und Referatsleiter/innen Frau Dr. Hesse, Herr Laczny, Herr Markurth, Frau Dr. Boldt-Stülzebach und Bürgermeisterin Friederike Harlfinger oder Ratsherrin Gisela Witte, die MdBs Dr. Carola Reimann, Dr. Jürgen Trittin oder MdL Dr. Phillip Rösler, Hans Hengelein als Vertreter des Niedersächsischen Sozialministeriums (um nur die zu nennen, deren Namen mir spontan einfallen) sehr wohl gefühlt und auch ihre Wertschätzung für die Anliegen der Teilnehmenden (also nicht nur der Veranstalter) zum Ausdruck gebracht. Chritian Wulff lässt jedes Jahr ein Grußwort verfassen - dass er es selbst [edit]nicht[/edit] schreibt ist doch in Ordnung, wofür gibt es die entsprechenden Fachleute in der Landeregierung und ihren Organen. In Braunschweig gibt's keinen, drum geht jedes Jahr die Delegationskette los. Da mehrere Ratsmitglieder (mindestens SPD, Grüne, BiBS) auch in diesem Jahr auf dem Burgplatz beim Sommerlochfestival waren, klingt die offizielle Absage eher fadenscheinig.

Und wenn sich die Vertreter/innen der Stadtverwaltung unwillkommen gefühlt haben sollten, lässt sich das ja im Dialog mit den Veranstaltern und vor allem den Teilnehmenden klären und verbessern.

Herzliche Grüße
fredster


Zuletzt bearbeitet von fredster am 31.07.2008, 13:10, insgesamt einmal bearbeitet
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Kai

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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 12:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Scheinst etwas Insider Wissen zu haben. Danke für diesen Beitrag
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fredster

Jung Welfe




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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 13:11    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Kai,

das ist eine öffentliche Veranstaltung Very Happy Keine von und für Insider. Jede/r kann hingehen und sich selbst ein Bild machen. Mein Augenzeugenwissen habe ich gerne eingebracht.

Beste Grüße
fredster
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fredster

Jung Welfe




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BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 08:39    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

In der gestrigen nb teilen 2 Braunschweiger ihre Meinung zum Thema Schwule (und Lesben) in der Stadt wie folgt mit:

Zitat:

Zeichen für Werteverfall | Udo Bodemann
"Ob die Schwulen- und Lesbenevents zu den Highlights kulturellen Lebens gehören oder gehören sollten, wage ich zu bezweifeln. Man kann die propagierten und teilweise provozierend zur Schau gestellten alternativen Lebensformen auch als Zeichen für den Werteverfall ansehen, das keinesfalls zwingend die Anwesenheit von hochrangigen Vertretern unserer Stadt erfordern. Wie sagte das Schwulenpärchen in Ihrer Zeitung? 'Es ist in Braunschweig nicht normal, schwul zu sein!' Wenn dem so ist, dann beruhigt mich diese Feststellung."


Zitat:

Immer widernatürlich | Horst-Rainer Timm
"Zu der Aussage von dem Pärchen Nico und Lars, dass es in Braunschweig noch nicht normal ist, schwul zu sein, möchte ich den regierenden Bürgermeister von Berlin zitieren: 'Und das ist gut so!'
Seit es Menschen gibt und solange es Menschen gibt, war, ist und wird die Homosexualität immer widernatürlich sein, auch wenn dies in der Tierwelt vorkommt und die Akzeptanz inzwischen zur Political Correctness gehört und oktroyiert werden soll."


Für mich klingt das sehr danach, auch über das nur punktuelle Sommerlochfestival hinaus Sichtbarkeit und Aufklärung zu fördern. Ausgerechnet den kulturellen Wert in Frage zu stellen, wo doch im Kulturbereich überdurchschnittlich viele Schwule arbeiten und wirken* ist realitätsfern. Meiner persönlichen Meinung nach sind Werte Respekt, Meinungsfreiheit, Friedfertigkeit, Sympathiefähigkeit, Interesse an der direkten Umwelt - und nicht Hetero- oder Homosexualität. Ich bin wahrlich keine Historikerin, aber die Zusammenhangsherstellung von sichtbarer und akzeptierter Homosexualität und Werteverfall kenne ich aus dem Dritten Reich, bzw. (da ich einige Jahrzehnte später geboren wurde) von meiner zeitzeugigen Großmutter, die ernsthaft argumentierte, das Großrömische Reich sei nach dem Auftreten des Symptoms (immerhin nicht: Ursache Very Happy ) Homosexualität zusammengebrochen und in Deutschland seien die späten 20er Jahre ja auch sehr freizügig in dieser Hinsicht gewesen und dann habe der Krieg alles zerstört. ... ... ... Da braucht es doch eine kleine Pause, um diese "Logik" zu verdauen, oder? Welcher Wert verfällt denn durch Partnerschaften, die zwischen zwei Menschen des gleichen Geschlechts geschlossen werden? Konkrete Beispiele oder auch nur die Benennung der betroffenen Werte bleibt mir/uns Udo Bodewald schuldig, vielleicht hat das auch die Redaktion herausgekürzt, ich werde nachfragen.

Dass Horst-Rainer Timm bekannt ist, dass unterschiedliche Sexualitäten in hunderten Spezien vorkommen, und er dennoch von "widernatürlich" spricht, zeugt von Ideologie, die über den Verstand gestellt wird. Natürlich darf das Wort "normal" nicht als "mehrheitlich" verstanden werden. Niemand kann und wird den natürlichen Durchschnitt der Minderheiten anheben können - und die Organisatorinnen und Organisatoren von CSDs und schwul-lesbsichen Kulturveranstaltungen wollen das auch nicht. Wir Menschen können weder die Häufigkeit von sexuellen Orientierungen, noch von Haarfarben (ungefärbt Wink ) oder Linkshändertum, IQs und EQs steuern. Gleichgeschlechtliche Lebensweisen (nicht -formen ;o) ) werden wie immer irgendwo zwischen 5 und 10% anteil haben - allerdings fällt es den Forschenden schwer, sich für ihre Statistiken auf ein Definitionsmodell zu einigen. Wer also andere (meist höhere) Zahlen findet, möge mir verzeihen, dass ich mich auf die aktuell gelebte Partnerschaft oder den aktuellen Partnerschaftswunsch beschränke. Leider gibt es keine Statistik des Standesamts Braunschweig, die Eheschließungen und Begründungen von Lebenspartnerschaften auflistet. Da könnten wir mal sehen, wie es in Sachen rechtlicher Verbindlichkeit in unserer Region aussieht - auch wenn die Lebenspartnerschaft das eindeutig schlechtere Angebot für rechtliche Absicherung ist, es wird verpartnert in Braunschweig...

Abschließend gesagt, verdeutlichen mir die beiden Leserbriefe, warum die meisten, die sich einen Infoladen oder ein Schwulen-und-Lesben-Zentrum in Braunschweig wünschen, Antidiskriminierungsarbeit als dessen Hautpaufgabe sehen, noch von Coming-out- und Krisenberatung.**

Was ich mich frage - und damit die mitlesenden Nicht-Schwulen und Nicht-Lesben - ist, wie die Meinungen der Leserbriefschreiber ankommen und wie sich die Mehrheit der nicht-homosexuellen-Braunschweiger/innen ihre Stadtkultur in diesem Bereich (Integration, Akzeptanz, Vielfalt, Minderheiten, Homosexualität) vorstellt?

Fragende Grüße
fredster


*siehe z.B. Interview mit dem Dirigenten Michael Balke im Magazin zum Sommerlochfestival "Onkel Emma", der sich als einer der wenigen "Heteros" in seinem Studiengang beschreibt

**Umfrage beim Sommerlochfestival 2007, Ergebnisse ebenfalls in Onkel Emma, Ausgabe 2008
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Ulenspiegel

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BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 15:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo fredster,
begrüße Deine Stellungnahme, stimme Deinen Ausführungen zu und habe bereits anderswo ebenfalls die Frage aufgeworfen, warum ausgerechnet zwei dieser Art Stellungnahmen - zudem noch in Verbindung mit "Werteverfall" und "widernatürlich" - in der nb überhaupt bei vier Leserzuschriften soviel Raum gewonnen haben?

Auch müsste man mal grundsätzlich klären, wieso hier überhaupt von "Werten" geredet wird in diesem Zusammenhang? Diese Frage stelle ich auch dem Verfasser des Leserbriefes. Möge er sich fair und offen einer Diskussion stellen.

Mir wäre also ebenfalls an einer Diskussion gelegen...

meint Ulenspiegel

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fredster

Jung Welfe




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BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 15:32    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Ulenspiegel,

warum die Auswahl so gefallen ist, ist meines Erachtens nur insoweit relevant, als dass sich derzeit alle nb-lesenden Braunschweiger/innen fragen müssten: "Soll das unsere Gesamtmeinung repräsentieren?"

Dass dem Thema "Lebensrealität schwuler und lesbischer, bis- und tanssexueller" Mitbürger/innen so viel Platz eingeräumt wird derzeit, finde ich positiv. Zu dieser Lebensrealität gehören solche Aussagen dazu. Ob in der Zeitung, in warmen Worten des Papstes (Lebet zölibatär! Und Ihr anderen, habt Mitleid mit ihnen!), auf der Straße (zum Beispiel Ringerbrunnen-Prediger) oder in der Nachbar- oder Verwandtschaft...

Es ist an der Zeit, Stellung zu beziehen. Öffentlich. Ehrlich. Jetzt wo die Stammtischmeinung schwarz auf weiß da steht, gibt es keine Ausflüchte mehr, nach dem Motto: "Alles halb so wild, wir leben doch in einer modernen, weltoffenen Stadt." Und dass es keine Einzelmeinung ist, dass es zwei davon in die Zeitung geschafft haben, finde ich ausdrücklich gut! Ich bin mir sicher, die Diskussion startet und während Herr Timm im Telefonbuch steht, wird Herr Bodemann ein klein wenig schwerer einzuladen sein. Offen und öffentlich waren ja beide in ihrer Meinungsäußerung. Wo, wann und mit wem noch, Ulenspiegel?

Internett grüßt
fredster
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Ulenspiegel

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BeitragVerfasst am: 07.08.2008, 16:13    Diskussion: Lebensrealität Antworten mit ZitatNach oben

Internette REgrüße fredster,
hast Recht, endlich wird's offenkundig - deshalb finde ich einesteils echt gut, dass man es in der Zeitung lesen kann - ganz öffentlich! Ob Deine Einschätzung, dass es nun nicht mehr heruntergespielt werden kann, zutrifft, wird sich zeigen, denke ich.

Zitat:
Wo, wann und mit wem noch, Ulenspiegel?

Wo? Hier, in der nb, in der BZ, in anderen Foren Braunschweigs... kurz: In allen Meiden, die Braunschweigern und Braunschweigerinnen zur Verfügung stehen, denke ich.
Wann? Möglichst dann, wenn viele Zeit haben, sofern man es live machen möchte!
Sehe hier vor allem Klärungsbedarf hinsichtlich Stichwort "Werteverfall" - könnte m.E. auch mit der öffentlich geführten "Leitbild-Pseudo-Debatte" mal kritisch im Zusammenhang gesehen werden...

Mit wem? Mit allen eigentlich. Bevölkerung, betroffene Gruppen, Heteros wie Schwule/Lesben. Möglich wäre auch, dass man ein Diskussionsforum veranstaltet: Presse und verantwortliche Politik bzw. Fraktionen einladen nicht vergessen!

Ulenspiegel

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fredster

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BeitragVerfasst am: 13.07.2009, 13:49    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« fredster » hat folgendes geschrieben:
Leider gibt es keine Statistik des Standesamts Braunschweig, die Eheschließungen und Begründungen von Lebenspartnerschaften auflistet. Da könnten wir mal sehen, wie es in Sachen rechtlicher Verbindlichkeit in unserer Region aussieht - auch wenn die Lebenspartnerschaft das eindeutig schlechtere Angebot für rechtliche Absicherung ist, es wird verpartnert in Braunschweig...


Auch hierzu ein Update, da einer der Vortragenden, Pastor a.D. Dietrich Küssner, bei der Stadtverwaltung nachgefragt hatte: Seit der Einführung 2001 haben 145 Paare in Braunschweig ihre Lebenspartnerschaft begründet (das heißt wirklich so), davon waren 72 Männer- und 73 Frauenpaare.

Anfang des Jahres ist zudem das Erbrecht insofern reformiert worden, dass Lebenspartner/innen einander nun steuerfrei - ebenso wie Ehepaare - 500.000 Euro und eine für weitere 10 Jahre selbstbewohnte Immobilie vererben können. Was darüber hinausgeht wird allerdings bei Verpartnerten wieder mit Steuerklasse 1 (der "Single-Steuerklasse") versteuert.


Es grüßt
fredster
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