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 Dummheit oder Lobbyismus ?
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Peter

Bürger




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BeitragVerfasst am: 13.05.2008, 10:14    Dummheit oder Lobbyismus ? Antworten mit ZitatNach oben

Von unseren sonst so aufmerksamen braunschweiger Medien unbemerkt, hatten sich braunschweiger Stadtpolitiker von CDU und SPD in einem offensichtlich von Veolia in der Leipziger Volkszeitung lancierten Jubelartikel "Beispiel Braunschweig" am 17.04.2007 für die Privatisierung auch in Leipzig instrumentalisieren lassen:

Wir reiben uns die Augen: Dieselben Politiker, OB Hoffmann, Kükelhan (SPD) und Sehrt (CDU), die als Aufsichtsräte von bs-energy hier die Falschkalkulationen der Netzentgelte zulasten der braunschweiger Bürgerinnen und Bürger nicht bemerkten (oder nichts dagegen einzuwenden hatten, siehe auch: http://board.bs-netz.com/viewtopic.php?p=7302#7302), schwärmen den Leipzigern vor, wie toll es in Braunschweig mit Veolia und der Beraterfirma KPMG gelaufen sei ...

Ist das alles nur Unwissenheit oder gezielter Lobbyismus ?

Die Leipziger sind übrigens auf das Täuschungsmanöver nicht hereingefallen.
149 Tsd. Stimmen (88 %) zu 22 Tsd. Stimmen (12 %) für den Erhalt der Leipziger Stadtwerke im kommunalen Eigentum, so lautete das amtliche Endergebnis des Bürgerentscheides dort vom 27. Januar 2008. (siehe dazu:
http://www.buergerbegehren-leipzig.de/aktuell_270108.htm )
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Peter

Bürger




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BeitragVerfasst am: 14.05.2008, 08:35    Die Politiker auf dem Schoss Antworten mit ZitatNach oben

@ dudiness:
die besagte Quelle aus der Leipziger Volkszeitung gibt´s leider nicht als link. Aber in Papierform steht sie z.B. jetzt Samstag am Infotisch der BI´s vor Graff zur Verfügung.

@ exciter:
Was Du aus dieser netten Querbeziehung nach Leipzig lernen könntest, sind die Strickmuster zum risikolosen Abkassieren ganzer Städte. Die "Macher" wissen das schon lange:
Zitat:
... Dr. Ulrich Lehmann-Grube mit, Sohn des langjährigen Leipziger Oberbürgermeisters Hinrich Lehmann-Grube. Er ist seit 1999 bei Veolia und leitet das Braunschweiger Stadtwerke-Projekt BS Energy. Die Stadt Braunschweig ist daran noch mit 25,10 Prozent beteiligt. "Und ich habe lange gekämpf darum, die put-Option aus den Verträgen herauszubekommen", erzählt Lehmann-Grube. Mit der put-Option hätte Braunschweig dem Mehrheitseigner Veolia auch noch die restlichen 25,10 Prozent verkaufen können. "Und genau das wollten wir nicht", so Lehmann-Grube. "Es gibt nichts Schlimmeres für ein Stadtwerk, als wenn die Kommune nicht mehr zu ihm steht. Dann ist ein Stadtwerk verraten und verkauft. Denn das große Plus eines Regionalversorgers ist sein Vertrauensbonus." http://www.lizzy-online.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=8038


Und Lehmann-Grube Vater, ab 1990 OB von Leipzig, ist eng mit der Beraterfirma Rudolf Scharpings RSBK verbunden, die mit PPP´s (public privat partnership) Geschäfte macht;
mehr dazu: http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=1764
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Gero

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BeitragVerfasst am: 15.05.2008, 13:32    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« dudiness » hat folgendes geschrieben:
Das Hoffmann und Co dort nicht in meinem Sinne (und Namen) sprechen, ist wohl klar.


... aber in meinem, ist wohl klar!
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Gero

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BeitragVerfasst am: 15.05.2008, 13:47    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« dudiness » hat folgendes geschrieben:

Dann sind wir uns ja einig.


Das glaube ich kaum, mein Freund! Smile
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Gero

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BeitragVerfasst am: 15.05.2008, 13:56    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« dudiness » hat folgendes geschrieben:

Stimmt, jetzt sind wir uns nicht mehr einig, denn unter meinen Freunden sind Sie sicherlicht nicht vertreten.


Ich rechne mir dennoch Chancen aus, dudiness - die Qualität zeigt sich erst beim Auspacken der Ware! Laughing
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Kai

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BeitragVerfasst am: 15.05.2008, 16:44    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

beruhigt euch mal !!!! sonst .. close !!!
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Peter

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BeitragVerfasst am: 08.07.2009, 15:24    Braunschweigs Zukunfts-Investition: rauchende Schlote Antworten mit ZitatNach oben

Laut aktueller Werbebroschüre "Wie Braunschweig in die Zukunft investiert" aus der Pressestelle des Rathauses liegt die energetische Zukunft Braunschweigs eher in rauchenden Schloten;
für regenerative Energieformen sieht man dagegen wenig Chancen.
Laut einer Mitteilung wurden nämlich innerhalb von zwei Jahren gerade mal 7 geeignete städtische Dächer gefunden, wovon ganze zwei mit Solaranlagen mithilfe privater Partner ausgestattet wurden ...

---> Wie Braunschweig die Zukunft verheizt

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Gero

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BeitragVerfasst am: 10.07.2009, 13:50    Re: Braunschweigs Zukunfts-Investition: rauchende Schlote Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Laut aktueller Werbebroschüre "Wie Braunschweig in die Zukunft investiert" aus der Pressestelle des Rathauses liegt die energetische Zukunft Braunschweigs eher in rauchenden Schloten ...


Das ist mal wieder nur die halbe Wahrheit!

Die Werbebroschüre äußert sich neben der Energiepolitik und industriellen Investitionen, die Braunschweig bitter nötig hat, ausführlich auch zur Forschung und einer nachhaltigen städtischen Erneuerung und Restrukturierung. Auch andere Themenbereiche kommen nicht zu kurz!

Somi ist diese Einlassung ein weiteres Beispiel für die entstellenden Äußerungen des Herrn Rosenbaum, die auf unbewiesenen Unterstellungen, Halbwahrheiten und unqualifizierten Anwürfen besteht!
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Lupo

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BeitragVerfasst am: 18.07.2009, 11:11    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Wenn Braunschweig doch so in die Zukunft investieren würde wie es z.B. in Freiburg passiert!

Ein Bericht über das Thema "Energie in Bürgerhand" und konkrete zukunftsweisende Energiepolitik in Freiburg kann hier angesehen werden:

Zitat:"Für den Sonntag gab es eine Einladung zu einer Exkursion in den Freiburger Stadtteil Vaupan. Es war beeindruckend. Eine Stadt der Zukunft. Kaum ein Haus ohne Fotovoltaik auf dem Dach, modernste Energie- und Mobilitätskonzepte, familienfreundlich , um nur Weniges zu nennen."

Dort hat selbst Aldi ein flächendeckendes Solardach.

http://www.unser-braunschweig.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1237:180709-energie-in-buergerhand&catid=1:news&Itemid=47

Lupo
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Gero

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BeitragVerfasst am: 19.07.2009, 16:13    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Lupo » hat folgendes geschrieben:
Wenn Braunschweig doch so in die Zukunft investieren würde wie es z.B. in Freiburg passiert!


Freiburg ist um ein vielfaches reicher als Braunschweig und zählt gemessen an seiner Einwohnerzahl zu den Städten Deutschlands, die die meisten Millionäre in ihren Mauern bergen.

Die Freiburger Investitionen lassen sich also nicht mit denen Braunschweigs vergleichen.

Willst du ähnliche Maßstäbe haben, so musst du Braunschweig mit Städten wie Kiel, Lübeck, Gelsenkirchen oder Kassel vergleichen.
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Lupo

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BeitragVerfasst am: 19.07.2009, 18:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@Gero

Ich will mehr als ca. 7 Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden.
Es gibt noch nicht einmal ein zukunftsorientiertes klimapolitisches Konzept in Braunschweig, der Stadt der Wissenschaft.

Lupo
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Lupo

Welfe




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BeitragVerfasst am: 26.07.2009, 19:53    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Durch die Privatisierung der Versorgungswirtschaft hat die Stadt, gerade was Energieeinsparprogramme oder auch Förderung von regenerativen Energien angeht, ihren Handlungsspielraum verkauft.

Dieses ist einer der Gründe, warum Braunschweig gerade in diesem Bereich weit hinterherhinkt.
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Gero

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BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 11:25    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Lupo » hat folgendes geschrieben:
Durch die Privatisierung der Versorgungswirtschaft hat die Stadt, gerade was Energieeinsparprogramme oder auch Förderung von regenerativen Energien angeht, ihren Handlungsspielraum verkauft.


Die Stadt hält immer noch 25,1% der Anteile an bs-energie, hat also eine Sperrminorität und Einfluss auf das Unternehmenskonzept.
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Peter

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BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 11:40    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Gero » hat folgendes geschrieben:
« Lupo » hat folgendes geschrieben:
Durch die Privatisierung der Versorgungswirtschaft hat die Stadt, gerade was Energieeinsparprogramme oder auch Förderung von regenerativen Energien angeht, ihren Handlungsspielraum verkauft.


Die Stadt hält immer noch 25,1% der Anteile an bs-energie, hat also eine Sperrminorität und Einfluss auf das Unternehmenskonzept.


Und wo hat sich diese Einflussnahme schon positiv auf Braunschweig ausgewirkt? z.B. Förderung regenerativer Energien Embarassed in der Stadt der Forschung?


Ach Gero, by the way, was ist denn nun mit Deinem Angebot, mich an Deinem mittelalterlichen Experten-Wissen teilhaben zu lassen? Erst groß ankündigen und dann den Schwanz einkneifen...

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Lupo

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BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 16:35    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@Gero

Genau deshalb heißt es ja auch Sperrminorität: Entscheidungen, mit denen die Stadt nicht leben könnte, können u.U. verhindert werden.

Wenn es aber darum geht, neue Konzepte, die z.B. in Richtung Energieeinsparung gehen könnten, durchzusetzen, steht die Stadt mit ihrer Sperrminorität auf verlorenem Posten da.
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Peter

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BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 16:42    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Lupo » hat folgendes geschrieben:
@Gero

Genau deshalb heißt es ja auch Sperrminorität: Entscheidungen, mit denen die Stadt nicht leben könnte, können u.U. verhindert werden.

Wenn es aber darum geht, neue Konzepte, die z.B. in Richtung Energieeinsparung gehen könnten, durchzusetzen, steht die Stadt mit ihrer Sperrminorität auf verlorenem Posten da.


Hallo Lupo,
es ist noch ein bischen anders: theoretisch hat die Stadt die Sperrminorität und könnte auch was vorschlagen, nur hier greift zusätzlich das Aktienrecht und das besagt, daß der Aufsichtsratsvorsitzende die Interessen der Aktienmehrheit zu vertreten hat ...
...
Das, was uns also immer in der Zeitung, von veolia und aus dem Rathaus vorerzählt wurde, von wegen die STadt hätte ja auch noch zusätzlich den AR-Vorsitz, verhält sich also genau umgekehrt: Der AR-Vorsitz ist für die Stadt der Pferdefuß.
Das hatte der Ex-Vorstand von veolia (Lehmann-Grube) übrigens auch so glasklar als "seinen Erfolg" seinerzeit in der Leipziger Volkszeitung bejubelt, ... eben auch als ein Braunschweiger Modell,
siehe ----> der Trick mit den 25,1% ... ... und natürlich mit dem Aufsichtsratsvorsitz für das Stadtoberhaupt.

Gruß von Peter

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BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 21:45    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:

Das, was uns also immer in der Zeitung, von veolia und aus dem Rathaus vorerzählt wurde, von wegen die STadt hätte ja auch noch zusätzlich den AR-Vorsitz, verhält sich also genau umgekehrt: Der AR-Vorsitz ist für die Stadt der Pferdefuß.


Natürlich hat die Stadt mit ihrem Aktienpakt erhebliche Einflussmöglichkeiten, die sie auch nutzt. Dass ihre Ziele anders aussehen als deine, ist eine ganz andere Sache.
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Lupo

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BeitragVerfasst am: 28.07.2009, 10:34    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Der "Architekt" der viel gelobten "Zusammenarbeit" zwischen Kommune und Wirtschaft, der ehemalige BS-Energy Vorstandsvorsitzende Lehmann-Grube ist ja am 30.04.2009 aus dem Vorstand von BS-Energy ausgeschieden.

http://www.bs-energy.de/braunschweigGips/Gips?SessionMandant=BS-ENERGY&Anwendung=CMSTickerEintrag&Methode=ShowHTMLAusgabe&RessourceID=44933&SessionMandant=BS-ENERGY

In einem Interview zwei Wochen später sagte er dazu:

"Woran lag es denn dann?

Im Sommer 2008 wurde mir zusätzlich die Verantwortung als Vorsitzender der Geschäftsführung von Veolia Wasser in Berlin übertragen. Neben dem Holding-Geschäft habe ich auch BS-Energy weitergeführt und bei Veolia Wasser einen strategischen Schwenk eingeleitet: Konzentration von Holding-Funktionen in Berlin und stärkere Ausrichtung auf Stadtwerke und damit neben dem traditionellen Veolia-Schwerpunkt Wasser und Abwasser auf die Energieversorgung. Letztlich hat mir Veolia nun diese Aufgabe wieder entzogen. Das ist das gute Recht jedes Unternehmens. Die Ursachen für diese Entwicklung sind sicher vielschichtig und es macht, glaube ich, wenig Sinn, darüber öffentlich zu spekulieren.

Aber in Braunschweig lief es doch bestens.

Das hilft wenig, denn Veolia als Mehrheitsgesellschafter hat nun mal das Recht, den Vorstandsvorsitzenden zu nominieren."

Weiter führt er aus:

"Nimmt der Einfluss der Politik auf die Wirtschaft wieder zu?

Seit längerem wächst das Unbehagen vor unkontrollierter Privatwirtschaft, und die Finanzkrise hat das verstärkt. Was die Versorgungswirtschaft betrifft, habe ich eine klare Meinung: Sie muss staatlich kontrolliert werden."

http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2182/artid/10316576

Da also selbst der Vorstandsvorsitzende von BS-Energy zu der Meinung gelangt ist, daß die Versorgungswirtschaft staatlich kontrolliert werden müsste, mußte er gehen. Der Mutterkonzern (Veolia) hat das Sagen. Was wird da noch auf uns Bürger zukommen? Was wissen wir noch nicht?

@Gero

Und da soll die Kommune, egal ob mit oder ohne Sperrminorität (den zweiten Fall hielte ich für einen Skandal, weil von der Stadt komplett anders kommuniziert), noch Einfluß haben?
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BeitragVerfasst am: 28.07.2009, 12:00    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Lupo » hat folgendes geschrieben:

Und da soll die Kommune, egal ob mit oder ohne Sperrminorität (den zweiten Fall hielte ich für einen Skandal, weil von der Stadt komplett anders kommuniziert), noch Einfluß haben?


Zur Sperrminorität sagt das Wirtschaftslexikon:

Sperrminorität
Spezialfall eines Minoritätsrechts, mit der Beschlüsse einer Gesellschafterversammlung verhindert werden können. AG, GmbH

Besitzt eine Einzelperson oder eine Gruppe von Aktionären einen Anteil von mehr als 25%, aber weniger als 50% an Aktien eines Unternehmens, so können von ihr/ihnen Hauptversammlungsbeschlüsse, die eine 75 % ige Mehrheit erfordern, verhindert werden (Minderheitsrechte). Hierzu zählen:
? Nachgründungen mit mehr als 10% des Grundkapitals (§ 52 (5) AktG);
? Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern (§ 103 (1) AktG);
? Entscheidungen der Geschäftsführung, zu denen der Aufsichtsrat seine Zustimmung verweigert hat (§ 111 (4) AktG);
? Beschränkung der Rechte der Vorzugsaktionäre (§ 141 (3) AktG);
? Kapitalerhöhungen und -herabsetzungen (§§ 182, 192ff., 202, 207, 221ff.AktG);
? Satzungsänderungen (§ 179 (2) AktG);
? Auflösung der Gesellschaft (§§ 262, 274 AktG);
? Abschluß, Änderung und Beendigung von Unternehmensverträgen, insbesondere Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge (§ 292 (1) AktG);
? Fusion mit anderer AG bzw. KGaA
(§§ 340, 355 AktG;
? Vermögensübertragung auf die öffentliche Hand (§ 362 (2) AktG);
? Umwandlung in KGaA (§ 362 (2) AktG).

Anteil von mehr als 25% der Aktien einer Aktiengesellschaft. Der Eigner dieses Anteils kann somit Beschlüsse der Vollversammlung (Gewinnverwendung, Kapitalerhöhung, Satzungsänderungen) blockieren, da für sie eine 75 %ge Mehrheit notwendig ist.

Die Sperrminorität stellt bei der Aktiengesellschaft einen Anteil von mindestens 25 % des Grundkapitals dar. Durch sie können Beschlüsse, die eine qualifizierte Mehrheit erfordern, verhindert werden.

Die Möglichkeiten der Stadt, Einfluss auf bs-energy zu nehmen, sind also nicht gerade gering, da sie mit 25% plus einer Aktie eben diese Sperrminorität besitzt.
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Lupo

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BeitragVerfasst am: 29.07.2009, 13:03    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Andere Städte werden Braunschweig für viele Jahre etwas voraushaben:

"Rekommunalisierung von Energienetzen
Konkurrenz für die großen vier

Vielerorts werden Strom- und Gasnetze neu vergeben. Der Trend heißt Rekommunalisierung. Und die Städte versprechen sich davon lukrative Einnahmen."

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/konkurrenz-fuer-die-grossen-vier/

Leider wurden die Privatisierungsverträge Strom/Wasser m.W. in Braunschweig über 30 (!) Jahre abgeschlossen. Braunschweiger werden für diese Entscheidungen noch lange zahlen müssen...
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