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 Falsche Kalkulationen bei bs-energy
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Peter

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BeitragVerfasst am: 03.04.2008, 20:16    Falsche Kalkulationen bei bs-energy Antworten mit ZitatNach oben

es war schon verwunderlich, warum der Geschäftsbericht von bs-energy dem Finanzausschuss der Stadt erst gestern, einen Tag vor Abstimmung darüber, vorgelegt worden ist.

Ein Grund könnte sein, daß die staatlichen Bundesnetz-Agentur (BNetzA) die Kalkulationen bezüglich der von bs-energy bzw. ihrer Tochtergesellschaft bs-energy-Netz-GmbH im Strombereich beantragten Kosten um 7,2% und im Gasbereich um 11,9% für zu hoch festgestellt hat. Dadurch gingen bs-energy nun für 2007 8,7 Mio.€ an zusätzlichem Gewinn durch die Lappen.

Wie ich ja bereits mitgeteilt hatte, gab es auch ohne diesen Lapsus einen Gewinnsprung bei bs-energy von 16,6% für 2007; (siehe hierzu auch: "Gewinnsprung bei bs-energy": http://board.bs-netz.com/viewtopic.php?p=7184#7184 )

wäre der Coup mit den überhöhten Netzentgelten geglückt, hätte der Gewinnsprung nicht nur 6,9 Mio € betragen, sondern sogar 15,6 Mio.€ oder sage und schreibe 37,8 Prozent.

Hier einige Zitate aus dem Geschäftsbericht, den übrigens Klaus Winter (bis vor kurzem Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt) als frisch aufgestiegener Geschäftsführer unterschrieben hat:
Zitat:

"Die Überprüfung der Kalkulation der Netzentgelte durch die BNetzA wurde Anfang 2007 abgeschlossen und führte zu Absenkungen gegenüber den beantragten Netzentgelten um 7,2% im Gasbereich und 11,9% im Strombereich..." und weiter:
"Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (- 8,7 Mio.€) spiegelt im Wesentlichn die Kürzung der beantragten Netzentgelte durch die BNetzA wieder." (Lagebericht 2007 bs-energy-netz GmbH)


Weiterhin ist von der "Einleitung eines Missbrauchsverfahren der Bundesnetzagentur" gegen Geschäftsmodelle zwischen Mutter und Tochtergesellschaft zu lesen, worüber aber noch nichts näher bekannt ist.

Die Brisanz liegt nun nicht nur im etwas weniger hohen Gewinnsprung von bs-energy, sondern in der Bewertung der Güte von Kalkulationen der Verantwortlichen, woraus bekanntlich die Strom- und Gaspreise, aber grundsätzlich natürlich auch die Wärmepreise und Wasserpreise hier in BS auch gebildet werden.

Das dürfte deshalb alle Energie-Protestler (nach §315 BGB) interessieren, die ja auch alle auf die Kalkulationen von bs-energy warten; sollte der Kalkulations-Lapsus nur für 2007 unterlaufen sein oder ist und war das die übliche geschäftliche Praxis bei bs-energy ?

Ist diesem Energiekonzern zu trauen, wenn jetzt mit Engelszungen für einen Fernwärme-Anschluss-Zwang mit Preissenkungen beim Grundpreis geworben wird ?
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Stadtmensch

Welfe




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BeitragVerfasst am: 08.04.2008, 22:08    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Dazu ein "sehr ausführlicher" Bericht von der "Gegenseite": http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/8264904
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Haanrich

Welfe





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BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 08:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das ist schon der neue Fall.

Peter berichtet über die Geschäfte von 2007 - offenbar hat man auch 2008 wieder versucht, den Verbrauchern zu tief in die Tasche zu greifen.

Will der Aufsichtsrat nicht ordentlich kontrollieren?

Wollen Hoffmann und Co. schon, können aber nicht besser kontrollieren, weil Klaus Klever (Winter), der Geschäftsführer, den Deppen Hoffmann und Co. so genial auf der Nase herumtanzt, dass die das nicht gemerkt haben?

Haanrich
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Peter

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BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 14:53    ...wieder Kürzungen, diesmal um 27,7% Antworten mit ZitatNach oben

...und schon wieder hat bs-energy versucht, die bereits weitgehend abgeschriebenen Netze mit viel zu hohen Restwerten in die Kosten-Kalkulation einzustellen und damit viel zu hoch dem Stromkunden in Rechnung zu stellen.

So hat die Bundesnetzagentur nun auch für das Jahr 2008 eine 27,7%-ige Kürzung der von bs-energy beantragten Netzkosten vorgenommen.
Damit tut sich bs-energy in der eigenen Pressemeldung einigermaßen schwer ...

Zitat:
Bundesnetzagentur genehmigt Netzentgelte
(vom 08.04.2008)

Die Bundesnetzagentur hat die Stromnetzentgelte der BS ENERGY NETZ GmbH für das Jahr 2008 rückwirkend zum 1. Januar genehmigt. Die Netzgesellschaft BS ENERGY NETZ GmbH ist Betreiber der Strom- und Gasversorgungsnetze in Braunschweig.

Gegenüber den bisher gültigen und in Rechnung gestellten Entgelten hat die Bundesnetzagentur die Netzentgelte (incl. Messungs- und Abrechnungsentgelte) um etwa 3,5 Prozent gekürzt.

Die BS ENERGY NETZ GmbH hatte wie alle anderen Netzbetreiber deutlich höhere Entgelte für die Nutzung ihrer Netze beantragt. Es wurden in dem gestellten Antrag aus grundsätzlichen juristischen Gründen auch die Kostenpositionen erneut geltend gemacht, die von der Bundesnetzagentur in der vergangenen Prüfungsrunde 2006 nicht anerkannt wurden.
Daher liegt die Kürzung im Vergleich zu den beantragten Entgelten bei 27,7 Prozent. http://www.bs-energy.de/braunschweigGips/Gips?SessionMandant=BS-ENERGY&Anwendung=CMSTickerEintrag&Methode=ShowHTMLAusgabe&SessionMandant=BS-ENERGY&RessourceID=28057&WebPublisher.NavId=777

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Peter

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BeitragVerfasst am: 01.05.2008, 15:56    offener Brief der BIBS an Aufsichtsrats-Mitglieder Antworten mit ZitatNach oben

Redakteur Zauner hatte es ganz offen geäußert:
Wenn die BIBS was veröffentlicht sehen will, dann soll BIBS sich das als Anzeige in der Zeitung erkaufen.
So wurde es dann eben gemacht und folgende Annonce als offenen Brief an die Aufsichtsratsmitglieder von bs-energy am 30.04.2008 in der Braunschweiger Zeitung geschaltet:

Zitat:

– Offener Brief –

Herrn OB Hoffmann (Vorsitzender des Aufsichtrates bs-energy)
Frau Kükelhan (SPD) (Mitglied des Aufsichtsrates)
Herrn Sehrt (CDU) (Mitglied des Aufsichtsrates)

Betreff: Überhöhte Netzentgelte von bs-energy für Strom und Gas

Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren!

Die Netzentgelte von bs-energy sollten bereits im Jahr 2007 für Strom um 11,9%
und für Gas um 7,2% erhöht werden.
Das wurde von der staatlichen Bundes-Netz-Agentur (BNetzA)
für zu hoch befunden und nicht genehmigt.

Für 2008 hat bs-energy wieder um 27,7 Prozent zu hohe Netzentgelte beantragt.
Diese überhöhten Preise wurden wiederum von der
Bundes Netzagentur nicht genehmigt.
Ihre Aufsichtsratsmandate bei bs-energy haben Sie als Vertreter
der Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger.

– Haben Sie diese Anträge kontrolliert ?
– Begrüßen Sie das Eingreifen der Behörde des Bundes ?
– Wie stehen Sie zu den wiederholten Versuchen von bs-energy,
BraunschweigerInnen mit überhöhten Kalkulationen bei Strom
und Gas unrechtmäßig zu belasten?
– Wie stellen Sie sicher, dass es in Braunschweig günstige Preise gibt?

V.i.S.d.P. Gisela Hartwieg, Klosterweg 1, 38104 Braunschweig
BÜRGER INITIATIVE BRAUNSCHWEIG B•I•BS


Die Reaktion und der Widerhall in der Bevölkerung waren enorm.

Vielen war bis dato gar nicht bekannt, welche Stadtpolitiker
da bei bs-energy mitmischen.

Schon im Vorfeld hatte es Reaktionen aus der SPD-Fraktion des Rates gegeben:
Die Namensnennung involvierter Ratspolitiker wurde missbilligt
und juristische Schritte gegen Veröffentlichungen gefordert.
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Peter

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BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 15:21    Postkarten-Aktion angelaufen Antworten mit ZitatNach oben

Auf gelben Postkarten ist letzten Samstag eine Postkarten-Aktion angelaufen.

Unter Hinweis auf den Annoncen-Text vom 30.4.2008 in der BZ bzw. der nb ( http://board.bs-netz.com/viewtopic.php?p=7302#7302 ) kann man persönlich an die Aufsichtsratsmitglieder OB Hoffmann, Bürgermeisterin Kükelhan (SPD), Fraktionsvors. Sehrt (CDU) und an den ehemaligen SPD-Fraktionsvors. Klaus Winter - der als frisch aufgestiegener Chef von bs-energy-Netz die letzte Falschkalkulation sogar unterschrieben hat - seinen Unmut schreiben :

Dort heisst es:
Zitat:
... umseitiger Annonce entnahm ich, dass Sie bei bs-energy im Aufsichtsrat (bzw. als Geschäftsführer - Winter) für unsere Interessen verantwortlich sind.
Wie schützen Sie die Bürgerinnen und Bürger vor den ständigen Preiserhöhungen, die bs-energy Gewinne von über 40 Mio.€ pro Jahr einbringen?
Ich erwarten von Ihnen, dass Sie sich nicht länger für veolia, sondern für die Braunschweiger Familien einsetzen.


Wer auch bald nicht mehr weiss, wie er die eh schon hohen Heiz und Energiekosten bezahlen soll und sich an der Aktion beteiligen will, kann solche Karten noch nächsten Samstag am BIBS-Infostand vor Graff bekommen.

Reaktionen der Angesprochenen:
Peinlich berührt ist man darüber in der SPD: Jusos und einige Ortsvereine der SPD machen ihrem "Genossen" Winter inzwischen Vorhaltungen.
Die SPD-Ratsfraktion findet das gar nichts witzig, so mit ihren Repräsentanten in die Öffentlichkeit gezerrt zu werden. OB Hoffmann solle das juristisch unterbinden, so die Idee vom jetzigen Fraktionschef der SPD Pesditschek.
CDU-Fraktionsvorsitzender Sehrt hatte sich seinen Abgang nach 25 Jahren Ratsarbeit "anders vorgestellt". BIBS würde ihm seinen Ratsabgang nun vermiesen. (Eigentlich hatte er sich ausgerechnet, auch noch zum Ehrenbürger vorgeschlagen zu werden.)

Aber Hoffmann weiss da auch keinen Rat mehr und juristisch gegen die BIBS sei wohl auch nichts zu machen

PS.: über die mit ihrer Lobby-Tätigkeit für veolia verbundenen stattlichen Vergütungen schweigen diese Volksvertreter auch lieber.


Zuletzt bearbeitet von Peter am 04.06.2008, 15:35, insgesamt einmal bearbeitet
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tripledot

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BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 21:16    Re: Postkarten-Aktion angelaufen Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Peinlich berührt ist man darüber in der SPD: Jusos und einige Ortsvereine der SPD machen ihrem "Genossen" Winter inzwischen Vorhaltungen.


Wann tritt Herr Winter eigentlich in die CDU ein? Das ist doch längst überfällig.

« Peter » hat folgendes geschrieben:
OB Hoffmann solle das juristisch unterbinden, so die Idee vom jetzigen Fraktionschef der SPD Pesditschek.


Und Winter sollte Schw...chen D.ck auch gleich mitnehmen.

« Peter » hat folgendes geschrieben:
CDU-Fraktionsvorsitzender Sehrt hatte sich seinen Abgang nach 25 Jahren Ratsarbeit "anders vorgestellt". BIBS würde ihm seinen Ratsabgang nun vermiesen.


Oooooooh, der arme Sehrt! Vielleicht wäre der Abgang aller hier genannten Ratsherren angebracht. Irgendwann müssen die eben die Früchte ernten, die sie gesät haben.

...

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tripledot

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BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 22:18    Re: Postkarten-Aktion angelaufen Antworten mit ZitatNach oben

« dudiness » hat folgendes geschrieben:

Und Kükelhahn?


Die darf die Herren bei ihrem Abgang gerne begleiten.

...

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tripledot

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BeitragVerfasst am: 04.06.2008, 22:25    Re: Postkarten-Aktion angelaufen Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Auf gelben Postkarten ist letzten Samstag eine Postkarten-Aktion angelaufen.


Peter, mach Dich mit den Postkarten nicht lächerlich!

20000 Unterschriften für den Schlosspark: Schlosspark zubetoniert.
30000 Unterschriften für den Erhalt der Stadtteilschwimmbäder: Stadtteilschwimmbäder werden dichtgemacht, weil das Spassbad gebaut werden wird.
Aktionen gegen Zwangsbefernwärmung: Der Zwang wird kommen (die Portemonnaies der Genannten sollen doch weiterhin gut gefüllt bleiben). In der Ackerstraße (ewig weit von nächsten Heizwerk weg) werden schon Rohre verlegt.

Tausende von Unterschriften und haben nichts genützt. Und nun machst Du eine Postkartenaktion. Da freuen sich Druckerei und Post über den guten Umsatz. Die Regierigen aber lachen sich schlapp.

...

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tripledot

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BeitragVerfasst am: 05.06.2008, 06:57    Re: Postkarten-Aktion angelaufen Antworten mit ZitatNach oben

« dudiness » hat folgendes geschrieben:

Die Postkarten-Aktion sollte man nicht unterschätzen:
Tausende von Unterschriften sind nicht so wirksam auf Einzelpersonen, als eine direkte Ansage: Herr/Frau xyz, Ihnen wird zur Last gelegt, Sie hätten an dem ...


Die Personen, an die diese Postkarten gerichtet sind, sind doch bezüglich der Anschuldigungen völlig schmerzfrei, dass sie die Karten in den Müll werfen. Der Karteninhalt berührt sie nicht im geringsten. Aber wahrscheinlich werden die Karten von den Betreffenden nicht gelesen, da eine fleißige Sekretärin die Post vorsortiert.

...

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Peter

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BeitragVerfasst am: 05.06.2008, 10:10    Macht´s den Erwählten ruhig unbequem Antworten mit ZitatNach oben

Was bringt so eine Postkartenaktion ?

- Der Vorteil der Postkarte ist die persönliche Ansprache ... sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Kükelhan, sehr geehrter Oberbürgermeister ....

- Die persönlich Angeschriebenen werden von der Bürgerin oder dem Bürger, den sie in dem gewählten Amt oder der beauftragten Funktion direkt in die Pflicht genommen.

- Die Wirkung im Umkreis der Angeschriebenen ist nicht zu unterschätzen, egal ob z.B. innerhalb der SPD oder der CDU findet auch die jeweilige Parteibasis das gar nicht witzig, wie ihre Funktionsträger im ganz konkreten Fall sogar Falschkalkulationen haben durchgehen lassen, nach dem Motto ... es merkt ja keiner, wie ich abgestimmt habe ... und ich selbst in der Funktion bekomme soviel Sitzungsgeld rein, daß es mich selbst nicht so trifft ...

- schließlich spricht man darüber, hinterfragt die Sachverhalte, einige "Neben"informationen werden auch noch transportiert (z.B. daß auch Sehrt nach seinem Vorbild Glogowski ebenfalls Ehrenbürger werden möchte).
Die Politik und die sie tragenden Personen werden etwas transparenter.

P.S.: die Kartenschreiber erwarten auch eine Antwort und die Höflichkeit gebietet immer noch, daß die persönlich Angeschriebenen darauf reagieren. Tun sie es nicht, offenbaren sie sich als muffelige, unerzogene Kleingeister und Egoisten ...
... und das kann man ihnen nach einiger Wartezeit dann auch noch mitteilen ...
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Peter

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BeitragVerfasst am: 10.06.2008, 16:30    leichte Senkung der Netzkosten ab 2009 beauflagt Antworten mit ZitatNach oben

Umlaufrendite und Wagniszuschlag

Auch ohne Trickserei wird Herr Winter nicht um sein Geschäftsführergehalt bangen müssen :

Es wird den Netzgesellschaften per Gesetz (EnWG) ab 1.1.2009 eine "Umlaufrendite" von 4,23 % und zusätzlich ein Wagnisaufschlag von nochmal 3,59 % - demnach immerhin zusammen 7,82 % sog. Eigenkapitalrendite gesetzlich zugesichert.
Zitat:
"Die Bundesnetzagentur hält eine Verzinsung des Eigenkapitals für Neuanlagen in Höhe von 7,82 Prozent einheitlich für alle Netzbetreiber für angemessen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand gibt es keine sachlich gerechtfertigten Gründe für eine Unterscheidung zwischen Elektrizität und Gas. Zum ersten Mal hat eine methodisch fundierte Ermittlung der Eigenkapitalzinssätze für die Strom- und Gasnetzbetreiber in Deutschland stattgefunden. Hierfür haben wir einen anerkannten externen Gutachter hinzugezogen. Durch unser Vorgehen ist sichergestellt, dass die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals von Betreibern von Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen angemessen, risikoangepasst und wettbewerbsfähig ist" http://www.bundesnetzagentur.de/enid/9df1d505fdeb9c3586ddb67123fbdded,0/Presse/Pressemitteilungen_d2.html#13926


Welche Branche wird so umsorgt ... Rolling Eyes

Bislang durften die Netzgesellschaften etwas mehr, nämlich 7,91 % für ihre Stromnetze und sogar 9,21 % für die Gasnetze einkalkulieren.

Ob Frau Kükelhan, und die Herren Hoffmann und Sehrt als zuständig verantwortliche Aufsichtsräte bei bs-energy diesmal aufpassen und die leichte Absenkung der Netzkosten auch bei den Braunschweiger Familien ankommen wird, wird man sehen; was der zuständige Geschäftsführer, Klaus Winter daraus macht, ebenfalls.

Nur nebenbei: Obige Netzentgelte haben nichts mit der von Gabriel befürchteten Steigerung der Gaskosten um bis zu 70% bis Jahresende zu tun. Das hat mit den Energieträgern Öl und der Preis-Verkoppelung mit Gas zu tun. Fernwärme ist auch direkt mit dem Öl-Preis verkoppelt.

Also, trotz der kleinen Wermuths-Tröpfchen in Winters Netzgesellschaft dürften bei bs-energy nach Gabriels Ankündigung die Sektkorken geknallt haben...

...für alle anderen (Braunschweiger Normalbürger) gilt: zieht Euch warm an ...
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Stadtmensch

Welfe




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BeitragVerfasst am: 10.06.2008, 17:08    Re: leichte Senkung der Netzkosten ab 2009 beauflagt Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:
Es wird den Netzgesellschaften per Gesetz (EnWG) ab 1.1.2009 eine "Umlaufrendite" von 4,23 % und zusätzlich ein Wagnisaufschlag von nochmal 3,59 % - demnach immerhin zusammen 7,82 % sog. Eigenkapitalrendite gesetzlich zugesichert.


Klingt toll, bei meiner Riester-Rente werden mir nur meine Einzahlungen als Auszahlung garantiert. Gibt es eine Möglichkeit als Privatanleger in die Netze zu investieren und direkt von dieser Eigenkapitalrendite zu profitieren?

Stadtmensch
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Peter

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BeitragVerfasst am: 10.06.2008, 17:54    Re: leichte Senkung der Netzkosten ab 2009 beauflagt Antworten mit ZitatNach oben

« Stadtmensch » hat folgendes geschrieben:
« Peter » hat folgendes geschrieben:
Es wird den Netzgesellschaften per Gesetz (EnWG) ab 1.1.2009 eine "Umlaufrendite" von 4,23 % und zusätzlich ein Wagnisaufschlag von nochmal 3,59 % - demnach immerhin zusammen 7,82 % sog. Eigenkapitalrendite gesetzlich zugesichert.


Klingt toll, bei meiner Riester-Rente werden mir nur meine Einzahlungen als Auszahlung garantiert. Gibt es eine Möglichkeit als Privatanleger in die Netze zu investieren und direkt von dieser Eigenkapitalrendite zu profitieren?

Stadtmensch


Jeglicher Versuch bzw. die Versprechung an den normalen Arbeitnehmer, durch Aktienbesitz oder "Vermögensbildung", reich zu werden und auch nur zu partizipieren (das gilt übrigens auch für die sog. private Altersvorsorge), ist bislang kläglich gescheitert und endete mit größerer Kapitalkonzentration in immer weniger Händen.

siehe auch http://www.nachdenkseiten.de/?p=3252

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Br-Pa

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BeitragVerfasst am: 26.06.2013, 14:22    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ganz deiner Meinung Peter! Auch wenn die Debatte hier schon etwas her ist....
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Peter

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BeitragVerfasst am: 27.06.2013, 10:24    Auch jetzt sollen die Kunden die bs-energy-Zeche zahlen Antworten mit ZitatNach oben

« Br-Pa » hat folgendes geschrieben:
Ganz deiner Meinung Peter! Auch wenn die Debatte hier schon etwas her ist....


Hochaktuell ist allerdings daran, dass die Abstimmungen im Aufsichtsrat immer gegen die Braunschweiger BürgerInnen laufen, so auch wieder jetzt bei den Spekulationsgeschäften zwischen bs-energy und EON.

Siehe: Auch Kundengelder verzockt ? ... Bürger zeigen bs-energy/Veolia die rote Karte

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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 29.06.2013, 12:25    Re: Auch jetzt sollen die Kunden die bs-energy-Zeche zahlen Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:

Hochaktuell ist allerdings daran, dass die Abstimmungen im Aufsichtsrat immer gegen die Braunschweiger BürgerInnen laufen, so auch wieder jetzt bei den Spekulationsgeschäften zwischen bs-energy und EON.

Siehe: Auch Kundengelder verzockt ? ... Bürger zeigen bs-energy/Veolia die rote Karte


bs-energy ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen und somit nicht an das Votum bestimmter Interessengruppen wie z.B. die BIBS gebunden.

Was die Lieferverträge mit EON angeht, so haben auch zahlreiche andere Stromanbieter Deutschlands langfrisrige Verträge mit Energiekonzernen bzw. Energieproduzenten geschlossen. Dass sich der Markt anders entwickeln würde, war seinerzeit nicht voraussehbar. Somit ist es wieder nur der bekannte parteipolitische Geltungsdrang, wenn Rosenbaum den Vorstand oder Aufsichtsrat von bs-energy der Fahrlässigkeit beschuldigt.

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