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 Startschuss zur Verstrahlung - Asse II und Schacht Konrad
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Peter

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BeitragVerfasst am: 20.07.2008, 19:00    Bedeutung für die Region Antworten mit ZitatNach oben

"Umgang mit Atommüll - Für die Region eine Überlebensfrage"

Hier der link zum Artikel von Andreas Matthies

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Ulenspiegel

Welfe




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BeitragVerfasst am: 21.07.2008, 11:08    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Zum "Umgang mit Atommüll":
Hier sehe ich ebenfalls weitergehende Bedenklichkeiten. Die Frage um Wert von Immobilien und Grundstücken, Grundwasserqualität und damit auch die Qualität landwirtschaftlicher Produkte, von denen ja gerade hierzulande sehr viele wirtschaftlich abhängig sind, wird demzufolge nicht in 18 km Entfernung - sondern mitunter direkt im eigenen Geldbeutel enden. Hier steht also grundsätzlich der wirtschaftliche Ruf der Region auf dem Spiel...

meint Ulenspiegel

Ergänzend zum Thema:
Jüttner verärgert über Umweltministerium
Zitat:
Hannover (dpa / lni) - Der niedersächsische SPD-Faktionschef Wolfgang Jüttner sieht die Aufklärung der Pannen im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel gefährdet. «Ich bin verärgert über das Umweltministerium, weil es unsere Bitte, bestimmte Zeugen am Mittwoch im Umweltausschuss anzuhören, einfach abgelehnt hat», sagte er am Sonntag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.[...]
Altmark-Zeitung

Es sollten Beschäftigte der Bergverwaltung gehört werden, um sie mit den Aussagen des Präsidenten des Landesbergamts abzugleichen. Jüttner sieht Aufklärungsbedarf, der offensichtlich nicht zur Zufriedenheit des SPD-Chefs betrieben wird «Wenn das so weitergeht, schlittert das Umweltministerium in den parlamentarischen Untersuchungsausschuss herein», sagte Jüttner.

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Peter

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BeitragVerfasst am: 22.07.2008, 23:47    Kernbrennstoffe in der Asse ? Antworten mit ZitatNach oben

Zitat:
Als offene Frage wird in dem Vermerk über das November-Gespräch auch bezeichnet, "ob Kernbrennstoffe in die Asse eingelagert wurden". http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7534512/artid/8817095


Häppchenweise kommt ans Licht, was eigentlich niemand wissen sollte, aber die Atom-Lobby von Anfang an wollte und deshalb auch gemacht haben dürfte. Warum hieß es sonst bereits 1975 :

Zitat:
"Das Salzbergwerk Asse II bietet alle erforderlichen Sicherheiten für eine sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle", so etwa eine Broschüre der Elektrizitätswirtschaft von 1975.


Und durch Fachämter gab es seit 1978 Hinweise ?

Zitat:
Das Bergamt Goslar warnte zudem schon 1978 vor hohen Radon- und Tritiumwerten.


Zur Abrundung der politischen Beiß-Hemmungen über die Jahre hinweg dann auch noch das:

Zitat:
Die Linken-Fraktion im Landtag hat unterdessen SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner vorgeworfen, beim Problemfall Asse II seinerseits versagt zu haben. Jüttner war bis 2003 Landesumweltminister.


... und Gabriel ist sogar jetziger Bundes-Umweltminister und hat die Region Wolfenbüttel/Salzgitter als Wahlkreis ist SPD-Vorsitzender des Bezirks Braunschweig, ... hat auch nichts gemerkt;

... und die Grüne Monika Griefan leitete unter Schröder von 1990-1998 das nieders. Umweltministerium; ... hat auch nichts gemerkt;

... und vom jetzigen Umweltminister Sander ... der wusste bis vor kurzem überhaupt von nichts.

Wollen wir mal raten, wer vor Griefahn/Schröder so noch alles Niedersachsens Umwelt überwachte ?

Das war seit 1976 die Regierung unter Ernst Albrecht, dem u.a. auch die jetzige Familienministerin von der Leyen entsprang, dessen Umweltminister wohl wegen Bedeutungslosigkeit in Vergessenheit gerieten.


Wer wird da die Verantwortung übernehmen ?
Da bleibt den Betroffenen wohl nur, auszuwandern oder - wenn sie hierbleiben wollen oder müssen - sich selbst zu kümmern:

Zitat:
Die Asse-II-Gegner haben Landesumweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) aufgefordert, alle Arbeiten in dem Bergwerk zu stoppen, um Alternativen zum geplanten Fluten und Verschließen des Bergwerks nicht zu verbauen – im wahrsten Sinne des Wortes. Lediglich stabilisierende Arbeiten sollten weitergehen. (alle Zitate: http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7534512/artid/8817095


In dem Sinne: http://www.asse2.de/

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strahlenopfer

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BeitragVerfasst am: 23.07.2008, 01:02    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@peter:

Auswandern ist ein schönes Wort, wenn man ganz genau hinguckt ist es aber wie beim Rundlauf um die Tischtennisplatte. Die Verantwortlichkeiten werden hin und hergeschoben. Guckt euch mal unsere Führerschar mal genauer an, die sind eigentlich auf der Flucht. Morgen Washington, übermorgen London und ab und an in Peking. Und falls es wirklich einen Grund geben sollte nicht mehr nach Deutschland zu kommen, können sie einfach in dem Land bleiben wo sie eigentlich sein sollten, hehe. Bloss die Probleme im eigenen Land, wagt keiner von denen anzuprangern, da wird dann in eine andere Richtung gestänkert. Die Politiker die dennoch etwas zu unserer Problematik sagen, wollen doch nur damit erreichen dass man ihnen das Maul stopft (meist mit Geld).

Ich frage mich wann die Politiker endlich mal vernünftig werden und ihre Macht gezielt nutzen werden, um Gefahren wie ASSE II und Gorleben, mal logisch abzuwägen und gegebenenfalls abzuwenden, anstatt Debatten im Bundestag fast ausschliesslich als Parteireklame zu benutzen.
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Peter

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BeitragVerfasst am: 23.07.2008, 15:04    Asse II heute 21 Uhr im NDR-Fernsehen Antworten mit ZitatNach oben

Ankündigung aus "Schaufenster" Wolfenbüttel
Zitat:
Heute ab 21 Uhr im NDR:
Hersehsendung zum Thema Asse II

Am heutigen Mittwoch ab 21 Uhr wird im NDR eine Live-Sendung aus Hamburg zum Thema Asse II ausgestrahlt.
Teilnehmen werden Dr. Ing Hans-Helge Jürgen, Wasserbauingenieur (und einer der ersten und nicht gehörten Warner), Hans-Jörg Haury, Pressesprecher des Betreibers Helmholtzzentrum München und Heike Wiegel aus Remlingen, Aufpassen+Asse II-Koordinationskreis.


Daneben veröffentlicht die Zeitung eine sehr wichtige Veröffentlichung von Heike Wiegel, in welcher weitere Details offenbart werden:

Zitat:
(Auszüge)
...
Doch wer jetzt meint, dass nun in
alle möglichen Richtungen untersucht
wird, um für Asse II noch die
beste Lösung zu finden, der irrt
sich gewaltig, wie sich heute herausstellt.
Der Schacht wird mit Salz
verfüllt, um die Standsicherheit zu
stabilisieren, dies wurde der Bevölkerung
noch vor vier Jahren als
beste Lösung verkauft. Heute wissen
wir, dass diese Salzverfüllung
durch das lose Einblasen so
schnell die Standsicherheit nicht
heilen wird, wie es nötig wäre. Im
Gegenteil, die Flutungslösung
(Magnesiumchlorid) wird das Salz
anweichen. Stützpfeiler werden angeweicht
und verlieren erst mal
wieder an Stützkraft.

… Und so ganz nebenbei
erfahren wir, dass noch ein Versuch
mit zwölf Fässern in Asse II läuft.
Was hiermit werden soll und welcher
Inhalt sich in diesen Fässer
befindet, ist uns noch nicht bekannt.
...
Aus dem Leipziger gebirgsmechanischen
Gutachten geht hervor,
das die Pfeilerkonturabschalungen
und Schwebenaufblätterungen
schon in den 1960er Jahren beobachtet
wurden, aber damals als
normal für den Salzbergbau und für
das Systemtragverhalten als unbedenklich
angesehen wurde. Eine
Fehleinschätzung, die uns heute
zeigt, welchen Wert Expertenaussagen
haben können (Leipziger
Gutachten Kurzbericht Seite 10).
Im übrigen wurde das Gutachten in
zwei getrennten Arbeitsschritten
vorgenommen:
• Bewertung des geplanten Schließungskonzeptes
der GSF in Ihrem
konzipierten zeitlichen Ablauf (das
Schließungsjahr war für 2014 vorgesehen)
• Berechnung der möglichen gebirgsmechanischen
Entwicklung
ohne weitere technische Schließungsmaßnahmen!!!
Die errechneten Verschiebungsraten
ab 2005 wurden bisher nicht
festgestellt (Leipziger Gutachten
Kurzbericht S.28 ).
Das gebirgsmechanische Gutachten,
hatte nicht die Aufgabe, die
Zeit nach 2014 mit technisch besseren
Lösungen/Maßnahmen zu
betrachten. Weiterhin betrachtet es
nur die Gebirgsmechanik, nicht die
Auswirkungen der Magnesiumchlorid-
Lösung auf dem Atommüll.“
http://www.schaufenster-wf.de/downloads/schaufenster080723.pdf
Nr. 30, Seite 9

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Peter

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BeitragVerfasst am: 23.07.2008, 22:21    Ministerium wusste es schon mal früher Antworten mit ZitatNach oben

Aktenfund im Ministerium:

Zitat:
Demnach wurde bei der Aktensuche in seinem Haus ein Bericht des Betreibers vom Mai 2006 gefunden, in dem die "direkte Einleitung von kontaminierten betrieblichen Lösungen" von der Kammer 12 auf der 750-Meter-Sohle über eine Schlauchleitung in die "Sumpfstrecke" der 975-Meter-Sohle erwähnt wird.

Aus diesem Vermerk habe sich aber nicht ergeben, dass die Brühe weit über den zulässigen Grenzwerten gelegen habe. Bisher hatte das Ministerium stets erklärt, erst im September 2007 von dem Problem mit der Cäsium-belasteten Lauge erfahren zu haben. ... http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7534512/artid/8821156

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BeitragVerfasst am: 25.07.2008, 03:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

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BeitragVerfasst am: 30.07.2008, 12:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

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BeitragVerfasst am: 06.08.2009, 17:56    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Die Front des Schweigens beginnt endlich auch an höherer Stelle zu bröckeln:

Aus der TAZ:

"Merkel soll Asse-Risiko gekannt haben

Im maroden Endlager Asse liegt doppelt so viel Plutonium wie bisher angenommen. Experten warnten Merkel schon vor einer radioaktiven Verseuchung, als sie noch Umweltministerin war.

....

Denn das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat schon 1996 - damals war Merkel noch Bundesumweltministerin - vor dem Absaufen des alten Salzbergwerks gewarnt."

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/merkel-soll-asse-risiko-gekannt-haben/
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