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 Straßenschild mit "Agnes Miegel"?
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 13:36    Re: Wem nützt eine Agnes-Miegel-Straße? Antworten mit ZitatNach oben

« Reiner_Mist » hat folgendes geschrieben:

DAS dachte ich mir schon, daß gerade du hier mal wieder nichts belegen möchtest und pure Behauptungen von "mehrheitlichen Anwohnermeinungen" aufstellst.


Die Überschrift des BZ-Artikels lautet: "Mehrzahl der Anwohner will Straßennamen behalten". Darauf habe ich mich bezogen. Im übrigen ist es mir völlig wumpe, ob die Anwohner nun bei Agnes-Miegel-Straße bleiben, oder vielleicht einen Joseph-Goebbels-Weg wünschen! Board

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Reiner_Mist

Jung Welfe





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BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 13:56    Re: Straßenschild mit "Agnes Miegel"? Antworten mit ZitatNach oben

Danke für deine Meinung, Gero.

Es fragt sich, weshalb du dann dieses Thema zur Diskussion gestellt hast?

Zur Erinnerung - der Thread-Start:
« Gero » hat folgendes geschrieben:
Ein Straßenschild mit der Balladendichterin ("Die Frauen von Nidden") und Schiftstellerin Agnes Miegel als Namensgeberin ist in die Kritik geraten. Unzweifelhaft war die begabte Dichterin eine Verehrerin Adolf Hitlers, womit wir zum eigentlichen Problem kommen, das immer wieder auch in anderen Zusammenhängen auftaucht: Muss man das geistige Werk eines Menschen von seiner persönlichen Biografie und seinen persönlichen oder moralischen Ansichten trennen? Oder sollte man das nicht tun?

Hier ein Beispiel: Richard Wagner war einer der schlimmsten Antisemiten - doch seine Opern hat niemand von der Bühne verbannt (außer in Israel). Und wenn der Erfinder des Penicillin ein Faschist gewesen wäre, dürfte man dann Penicillin nicht anwenden?

Diese Beispiele zeigen bereits die Krux, ob man die Miegel mit einem Straßenschild würdigen kann oder darf - oder eben nicht! Was meint ihr dazu?


http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/13037466

http://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_Miegel
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 14:16    Re: Straßenschild mit "Agnes Miegel"? Antworten mit ZitatNach oben

« Reiner_Mist » hat folgendes geschrieben:

Es fragt sich, weshalb du dann dieses Thema zur Diskussion gestellt hast?


Damit du dich darüber echauffieren kannst! : Very Happy

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Reiner_Mist

Jung Welfe





Anmeldungsdatum: 09.10.2010
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BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 14:26    Re: Straßenschild mit "Agnes Miegel"? Antworten mit ZitatNach oben

« Gero » hat folgendes geschrieben:
« Reiner_Mist » hat folgendes geschrieben:

Es fragt sich, weshalb du dann dieses Thema zur Diskussion gestellt hast?


Damit du dich darüber echauffieren kannst! : Very Happy


Ja, es sieht allmählich so aus, Gero, daß du sonst nix anderes zu tun hast, als durchaus diskussionswürdige Themen aufzuwerfen, und dann die Leute mangels ernstzunehmender Argumente zu veräppeln mit deinen schrägen Antwortversuchen. Du windest dich wie Aal.

Sobald man dir aber auf den Zahn fühlt, kommen nur Ausweichen, Ablenken und Luftnummern. Das erinnert genau an die Politik der Verantwortlichen in Braunschweig. Und genau deswegen gibt es eigentlich solche Bürgerforen, um Braunschweiger Ereignisse nicht gem. der hiesigen Presse oder der Regierung einfach nachzuplappern, sondern zur Diskussion zu stellen. Du aber wiederkäust meistens nur das, was BZ und Hoffmann dir vorgeben.

Umsomehr verstärkt sich mit diesem Statement, daß du beauftragt bist, die Bürgerlein hier zu unterhalten und vom Wesentlichen abzulenken. Wenn das nicht funktioniert, werden sie eben verar...

Du bist nicht nur Geschichtslektor, sondern wohl Städtischer Desinformations-Beauftragter. Dies macht dich hier als ernstzunehmender Gesprächspartner eigentlich eher unbrauchbar.
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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 14:44    Re: Straßenschild mit "Agnes Miegel"? Antworten mit ZitatNach oben

« Reiner_Mist » hat folgendes geschrieben:

Ja, es sieht allmählich so aus, Gero, daß du sonst nix anderes zu tun hast, als durchaus diskussionswürdige Themen aufzuwerfen, t


Nun haben wir ja lang und breit über die olle Miegel diskutiert und jeden möglichen Aspekt tausendmal gewendet. Jeder hat seine Meinung mehrfach zu Protokoll gegeben und irgendwann ist dann die Luft raus - so wie jetzt, mein lieber Mit-Diskutant. Board

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Penny

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BeitragVerfasst am: 05.11.2010, 18:08    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ausschuss für Straßen-Umbenennung

http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/13195042

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Peter

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BeitragVerfasst am: 05.11.2010, 18:23    braune Vergangenheiten aufarbeiten und gewappnet zu sein Antworten mit ZitatNach oben

Da das ganze auf einen Ratsantrag der Bürgerinitiativen in der letzten Ratssitzung zurückgeht, um die inhaltliche Aufarbeitung der braunen Hinterlassenschaften im Angesicht neuer brauner Aufmärsche im Juni nächsten Jahres in dieser Stadt vertiefen,
hier die Erklärung dazu der Bürgerinitiativen-Fraktion (BIBS)

http://www.bibs-fraktion.de/index.php?id=248

Die Debatte ist mit dem Vorschlag, genau hinzuschauen, welche (heimlichen) Vorbilder man sich in seine Adresse holt, längst nicht beendet.
Jetzt geht es um wirklich gewollte Vorbilder und darum, die Anwohner, denen diese Straßenbenennung schließlich von einer (un)verantwortlichen Rats- und Parteiengemeinschaft 1997 einstimmig zugemutet wurde, nicht alleine zu lassen.

Übrigens: das Nachforschen macht Schule, wie auch hier in Hamburg ein ähnlicher Fall ganz aktuell zeigt
Zitat:
Umbenennung
Zivilcourage macht Schule

Ab Sonntag heißt die Stadtteilschule in Wellingsbüttel nicht mehr Peter-Petersen-, sondern Irena-Sendler-Schule. Denn Petersen war überzeugter Nationalsozialist. VON DANIELA BARTH

Endlich ein neuer Name: die Irena-Sendler-Schule. Foto: Ulrike Schmidt

"Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Dieses Zitat stammt von Martin Luther. Der Apfelbaum ist ein Symbol für Leben und Erkenntnis. In Hamburg wird am Sonntag ein Apfelbaum vor der Stadtteilschule in Wellingsbüttel gepflanzt. Diese wird ab dann nicht mehr "Peter-Petersen-Schule" heißen, sondern "Irena-Sendler-Schule".

Die Schule hat sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem der Erziehungswissenschaftler Benjamin Ortmeyer Aufsätze von Petersen entdeckt hatte, die eine inakzeptable Nähe zur nationalsozialistischen Ideologie aufzeigen. Aus 48 Vorschlägen wählten die Schüler, Eltern und Lehrer der Schule Irena Sendler als neue Namenspatronin. ...

http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/zivilcourage-macht-schule/

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Gero

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BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 13:57    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Na ja, nun hat sich die ganze Angelegenheit um die Miegel ja endlich erledigt, denn es ist zu vermuten, dass nach dem Kulturausschuss auch der Bezirksrat einer Umbenennung der Straße zustimmen wird - auch wenn das Unannehmlichkeiten der Anwohner vom Personalausweis bis hin zu anderen Dokumenten bedeutet, wo der Straßenname von Bedeutung ist.

Dass die Miegel eine dichterische Eloge aud den "Führer" verfasste, hat mich natürlich gestört. Viel mehr noch allerdings hat mich geärgert, dass sie auch nach 1945 nie eine eindeutige Abkehr von diesem Gedankengut vollzogen hat. Der Aussspruch, das müsse sie "allein mit ihrem Herrgott" ausmachen,ist nur mit Ignoranz oder Senilität erklärbar.

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Peter

Bürger




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BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 15:12    nix hat sich erledigt Antworten mit ZitatNach oben

« Gero » hat folgendes geschrieben:
Na ja, nun hat sich die ganze Angelegenheit um die Miegel ja endlich erledigt, ...


Nix hat sich erledigt, so schnell geht das mit der "Einsicht" nicht.
Das Beispiel "Miegel" zeigt vielmehr, dass viele heimliche Akteure am Wirken sind und dass Gedankengut längst nicht erledigt ist, wenn das Schild abgeschraubt ist.

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Gero

Adel




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BeitragVerfasst am: 06.11.2010, 15:36    Re: nix hat sich erledigt Antworten mit ZitatNach oben

« Peter » hat folgendes geschrieben:

Das Beispiel "Miegel" zeigt vielmehr, dass viele heimliche Akteure am Wirken sind und dass Gedankengut längst nicht erledigt ist, wenn das Schild abgeschraubt ist.


Vor einer solchen Verschwörungstheorie würde ich mich hüten, bei der man hinter jeder Ecke einen kleinen Hitler vorlugen sieht. Die Leute, die in den 90er Jahren ein ganzes Konvolut neuer Straßennamen in Braunschweig abnickten, waren sich über das Wirken der Miegel zu Zeiten der Nazis nicht im klaren ober sie haben da weder recherchiert noch groß nachgedacht. Straßennamen mit der Miegel gab und gibt es in Deutschland in Fülle. Heute ist man da sensibler, wobei hinzuzufügen ist, dass es durchaus Grenzfälle gibt.

So halte ich z.B. den Kunsthistoriker Kurt Seeleke, der im Zweiten Weltkrieg bedeutende Braunschweiger Kulturgüter vor Zerstörung und Diebstahl rettete, für einen durchaus präsentablen Namengeber. Dass er in der Nazi-Ära als Landeskonservator tätig war, schmälert seine Verdienste in keiner Weise, denn von ihm ist weder eine Rechtfertigung noch Glorifizierung der Nazi-Diktatur bekannt. Es wäre in höchstem Maße selbstgerecht, wollte man nur Widerstandskämpfer dieser Epoche für würdig befinden, denn es gab auch normale Sterbliche, die Ehrenvolles geleistet haben, obwohl sie als Beamte oder Angestellte ihren Dienst leisteten.

Aber zu diesem Thema gibt es in diesem Forum einen speziellen Thread, sodass wir das hier nicht vertiefen müssen.

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