In den letzten Wochen war wieder vermehrt über das geplante Freizeit- und Erlebnisbad zu lesen. Die Kostensteigerungen scheinen immens zu sein.
Deshalb hier einige Fakten:
27.02.07 Ursprünglicher Ratsbeschluß: Gesamtkosten 17,5 Mio. € netto; Grundstücke für 4,54 Mio. €. Finanzierung im Rahmen eines PPP-Modells (Public-Private-Partnership)!
18.09.07 Beschluß Verwaltungsrat (11433/07): Das Bürgerbegehren ist unzulässig. Nebenbei wird "mitgeteilt", daß die Investition ca. 22 Mio. € inkl. Grunderwerb kosten soll, in einer erweiterten Variante mit ca. 2,3 Mio. € Mehrkosten. Außerdem wären schon 1 Mio. € in Planung investiert worden, was im Bürgerbegehren nicht berücksichtigt worden wäre.
21.05.08 Entscheidung Verwaltungsgericht: Bürgerbegehren ist nicht zulässig.
08.07.08 Ratsbeschluß über Erweiterung (Fitnessbereich): ca. 2 Mio. € Mehrkosten. Gleichzeitige Mitteilung, daß die Kostensteigerung bis Mai 08 (Ende des Bürgerbegehrens) bei ca. 10,6% lägen. Außerdem hätte eine neue fiktive Kostenschätzung für den Zeitpunkt des Ratsbeschlusses über Neubau (also Feb. 07!) ein Gesamtinvestitionsvolumen von 19,8 Mio. € ergeben.
Gestern berichtet die Braunschweiger Zeitung, daß die zuletzt kalkulierten Kosten bei 26 Mio. € gelegen hätten und daß das Angebot des einzigen Bauträgers noch mal 4,8 Mio. € darüber liegen würde. Wir sind also inzwischen bei über 30 Mio. €, fast eine Verdoppelung von 17 Mio. € !
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/11931086
Dieser ganze Zahlenwirrwar war selbst der FDP-Fraktion im Rat suspekt, die am 20.05.09 im Rat eine Anfrage stellte, warum die Kosten des Bades von 17,5 Mio. € auf 26,5 Mio. € gestiegen seien.
Die Begründung, daß das Bürgerbegehren nennenswert zu dieser Baukostenexplosion beigetragen hat, ist natürlich nicht haltbar. Selbst die angegebenen 10,6% auf die ursprünglichen 17 Mio. € sind natürlich übertrieben, da das Bürgerbegehren insgesamt eine Zeitverzögerung von nur 16 Monaten verursachte. Die Inflation liegt für so einen Zeitraum maximal bei 5%.
In der neuesten Mitteilung der Verwaltung im Finanzausschuss vor einigen Tagen heißt es dann sogar, das Bürgerbegehren hätte eine Kostensteigerung von 3,1 Mio. € verursacht.
Das ist, gelinde gesagt, eine abenteuerliche "Rechnung", oder doch eher ein politisch motivierter, frei "gestalteter" Betrag?
Es soll davon abgelenkt werden, daß die Kostendeckungsvorschläge des Bürgerbegehrens (Sanierung Stadtteilbäder und Neubau Schwimmbad im Westen der Stadt) jetzt natürlich weit unter dem jetzt bekanntgewordenen Preis von Neubau "Erlebnisbad" (und Abriß Stadtteilbäder) liegen würden.
Ich vermute eher, daß die Ursache der Preissteigerungen bei dem PPP-Modell (zwischen der Stadtbad GmbH und einem Investor) liegen. Inwieweit der Rat über diese Verträge und/oder Verhandlungen informiert wurde oder informiert wird, vermag ich nicht zu sagen.
Deshalb hier einige Fakten:
27.02.07 Ursprünglicher Ratsbeschluß: Gesamtkosten 17,5 Mio. € netto; Grundstücke für 4,54 Mio. €. Finanzierung im Rahmen eines PPP-Modells (Public-Private-Partnership)!
18.09.07 Beschluß Verwaltungsrat (11433/07): Das Bürgerbegehren ist unzulässig. Nebenbei wird "mitgeteilt", daß die Investition ca. 22 Mio. € inkl. Grunderwerb kosten soll, in einer erweiterten Variante mit ca. 2,3 Mio. € Mehrkosten. Außerdem wären schon 1 Mio. € in Planung investiert worden, was im Bürgerbegehren nicht berücksichtigt worden wäre.
21.05.08 Entscheidung Verwaltungsgericht: Bürgerbegehren ist nicht zulässig.
08.07.08 Ratsbeschluß über Erweiterung (Fitnessbereich): ca. 2 Mio. € Mehrkosten. Gleichzeitige Mitteilung, daß die Kostensteigerung bis Mai 08 (Ende des Bürgerbegehrens) bei ca. 10,6% lägen. Außerdem hätte eine neue fiktive Kostenschätzung für den Zeitpunkt des Ratsbeschlusses über Neubau (also Feb. 07!) ein Gesamtinvestitionsvolumen von 19,8 Mio. € ergeben.
Gestern berichtet die Braunschweiger Zeitung, daß die zuletzt kalkulierten Kosten bei 26 Mio. € gelegen hätten und daß das Angebot des einzigen Bauträgers noch mal 4,8 Mio. € darüber liegen würde. Wir sind also inzwischen bei über 30 Mio. €, fast eine Verdoppelung von 17 Mio. € !
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/11931086
Dieser ganze Zahlenwirrwar war selbst der FDP-Fraktion im Rat suspekt, die am 20.05.09 im Rat eine Anfrage stellte, warum die Kosten des Bades von 17,5 Mio. € auf 26,5 Mio. € gestiegen seien.
Die Begründung, daß das Bürgerbegehren nennenswert zu dieser Baukostenexplosion beigetragen hat, ist natürlich nicht haltbar. Selbst die angegebenen 10,6% auf die ursprünglichen 17 Mio. € sind natürlich übertrieben, da das Bürgerbegehren insgesamt eine Zeitverzögerung von nur 16 Monaten verursachte. Die Inflation liegt für so einen Zeitraum maximal bei 5%.
In der neuesten Mitteilung der Verwaltung im Finanzausschuss vor einigen Tagen heißt es dann sogar, das Bürgerbegehren hätte eine Kostensteigerung von 3,1 Mio. € verursacht.
Das ist, gelinde gesagt, eine abenteuerliche "Rechnung", oder doch eher ein politisch motivierter, frei "gestalteter" Betrag?
Es soll davon abgelenkt werden, daß die Kostendeckungsvorschläge des Bürgerbegehrens (Sanierung Stadtteilbäder und Neubau Schwimmbad im Westen der Stadt) jetzt natürlich weit unter dem jetzt bekanntgewordenen Preis von Neubau "Erlebnisbad" (und Abriß Stadtteilbäder) liegen würden.
Ich vermute eher, daß die Ursache der Preissteigerungen bei dem PPP-Modell (zwischen der Stadtbad GmbH und einem Investor) liegen. Inwieweit der Rat über diese Verträge und/oder Verhandlungen informiert wurde oder informiert wird, vermag ich nicht zu sagen.




